AK gegen Telekom-Verkauf: "Leitbetrieb wird verschleudert"

Klagenfurt (OTS) - Scharfen Protest gegen den Ausverkauf des österreichischen Paradeunternehmens Telekom erhebt die Arbeiterkammer. "Die geplante Verscherbelung ist ein schwerer wirtschaftspolitischer Fehler. Die Bundesregierung gibt ein hervorragend bestelltes und strategisch wichtiges Unternehmen aus der Hand und setzt Tausende Arbeitsplätze auf Spiel", kritisiert AK-Präsident Günther Goach.

Die Telekom Austria (TA) sei ein äußerst erfolgreicher Konzern mit hoher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Allein in Kärnten sichert die TA 700 Arbeitsplätze, österreichweit sind es 13.800. "Von den in Kärnten in den letzten zwei Jahren von der TA investierten 11 Millionen Euro haben viele hier ansässige Betriebe profitiert. Insgesamt hat die Telekom bisher Aufträge im Wert von 760 Millionen Euro an österreichische Zulieferfirmen vergeben", erinnert Goach.

"Während andere Staaten an ihren Telekom-Anteilen festhalten und strategisch wichtige Infrastrukturunternehmen nicht verschleudern, veräußert die österreichische Regierung wieder ein wirtschaftliches Flaggschiff für immer, nur um kurzfristig Budgetlöcher zu stopfen", kritisiert der AK-Präsident. Ing. Wolf Dieter Löcker von der Personalvertretung der Telekom in Kärnten verweist darauf, dass andere europäische Staaten sehr wohl an ihren Telekom-Anteilen festhalten: die Deutschen mit 42, Frankreich mit 55 und die Schweiz selbst an der Swisscom mit 63 Prozent. Hier habe man sehr wohl erkannt, dass dies für die Sicherung der Grundversorgung und die Entwicklung von Zukunftsindustrie unerlässlich sei, sagt Löcker.

"Die Telekom Austria rangiert unter den besten 400 Unternehmen der Welt und schreibt hervorragende Zahlen. Wenn die Bundesregierung von ihren Verkaufsplänen nicht abrückt, setzt sie nicht nur sichere Arbeitsplätze aufs Spiel sondern riskiert auch Folgeschäden für viele österreichische Unternehmen, die mit der Telekom einen wichtigen Wirtschaftspartner verlieren", betont Goach.

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