ARBÖ: Medikamente nicht bei 50 Grad im Auto lassen

Bei zu langer Hitzeeinwirkung: wirken Arzneien und Pflaster nicht mehr, Salben schmelzen

Wien (OTS) - Bei 50 Grad und mehr verderben alle Medikamente",
warnt ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler angesichts der derzeitigen hohen Temperaturen, die abgestellte Autos in Backöfen mit bis zu 70 Grad Celsius verwandeln kann. Nagler: "Die Wirksamkeit von Arzneien ist nicht mehr voll gewährleistet, wenn Arzneien länger als 20 Minuten so hohen Temperaturen ausgesetzt sind." Salben schmelzen dahin und auch das Pflaster verlieren ihre Haftfähigkeit.

"Die meisten Medikamente sind für Zimmertemperaturen um 20 oder 22 Grad gedacht und einige müssen laut Beipackzettel kühl aufbewahrt werden", erinnert der ARBÖ-Verkehrsmediziner.

Bei fahrendem Auto ist die Haltbarkeit von Medikamenten auch bei den herrschenden Temperaturen kaum kein Problem. "Im abgestellten Auto sollte die Autoapotheke oder die für den Urlaub zusammengestellten Medikamente nie für längere Zeit liegen lassen", rät Nagler. Die Apotheke herausnehmen oder den Wagen im Schatten parken, heißt einer der Auswege (Vorsicht: Schatten pflegen zu "wandern"). Aber Achtung: Nicht vergessen, die Autoapotheke danach wieder ins Auto geben. Wer keine Autoapotheke mitführt, riskiert eine Geldstrafe von 14 Euro. Bestraft wird auch, wer eine Apotheke mit bereits abgelaufenen Inhalten im Auto hat. "Teile, die verbraucht worden sind, sollten umgehend ersetzt werden, auch der eigenen Sicherheit zuliebe", erinnert Dr. Nagler.

Das Gesetz schreibt nur vor, dass eine Autoapotheke mitzuführen ist, legt aber nicht im Detail fest, wie diese zusammengesetzt sein soll. Empfehlenswert sind alle, in den ARBÖ-Dienststellen erhältlichen Autoapotheken.

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