Krankenstandsthema: Vorgangsweise, gesetzliche Grundlagen für die Kärntner Gebietskrankenkasse - Rückgänge bei Krankenstandstagen

Klagenfurt (OTS) - Ein Krankenstand eines Versicherten ist in der sozialen Krankenversicherung - Kärntner Gebietskrankenkasse - vom Ablauf her wie folgt geregelt:

Aus dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) heraus ist eine Krankenordnung zu erstellen. Diese regelt Rechte und Pflichten, Vorgangsweisen und Verhaltensweisen der Versicherten im Krankheitsfall, aber auch der diagnostizierenden und im weiteren Verlauf zuständigen Ärzte. Regelungen sieht auch der Gesamtvertrag mit der Ärzteschaft und jener der Kärntner Gebietskrankenkasse mit den Kärntner Vertragsärzten vor.

Die aktuelle Auswertung der Krankenstandsfälle für 2003 ergibt, dass in der Kärntner Gebietskrankenkasse von den 155.073 Fällen 50% bis zu sieben Tage erkrankt waren. Die Haupterkrankungsgruppen betrafen im Jahr 2003 Erkrankungen der oberen Luftwege/sonstige Erkrankungen der Atmungsorgane (55.000 Fälle). Die zweitgrößte Gruppe der Krankheitsfälle waren jene mit Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln / des Bewegungsapparates (24.500 Fälle). Alle anderen Krankheitsgruppen streuten sich von 3 bis 3.000 Fälle.

2003 sind die Krankenstandsfälle gegenüber 2002 um 1,1% auf 155.073 Fälle zwar leicht angestiegen, die Zahl der Krankenstandstage reduzierte sich jedoch um 1,5% auf 1,946.740 Tage.

Dieser Trend des Rückganges bei den Krankenstandstagen begann 1999 und setzte sich fort - die durchschnittliche Dauer eines Krankenstandes reduzierte sich von 14,6 auf nunmehr 12,5 Tage je Fall.

Die Vorgangsweise der Kärntner Gebietskrankenkasse im Krankenstandsfall ist primär auf das Verhältnis der Versicherten zu ihrer Krankenversicherung ausgerichtet. Entscheidend für einen Krankenstandsfall sind die Diagnosen durch die behandelnden Ärzte, Spitäler u.Ä. Diese legen auch gleichzeitig das voraussichtliche Ausmaß eines Krankenstandes und den weiteren Behandlungsverlauf inklusive eventuell notwendiger Therapien fest.

Im Bereich der Kärntner Gebietskrankenkasse wird Ausmaß, Häufigkeit, durchschnittliche Dauer sowie Diagnosen der Krankenstandsfälle ständig beobachtet. Dazu wurde ein eigenes System aufgebaut. Dieses dient als Grundlage für Begutachtungen und gegebenenfalls persönliche Vorladungen von Versicherten, wobei Problemkrankenstandsfälle mit bestimmten Erkrankungen u.Ä besonders sensibel betreut werden.

Den Vertragsärzten der Kärntner Gebietskrankenkasse wurde vor geraumer Zeit die Möglichkeit eingeräumt, nach Krankheitsfällen (Diagnosen) das Ausmaß des Krankenstandes autonom festzulegen. Von dieser Möglichkeit machen seit 2000 immer mehr Ärzte verantwortungsbewusst Gebrauch.

Die Betreuung der erkrankten Versicherten erfolgt durch die Kärntner Gebietskrankenkasse nach den vorher dargestellten Gesichtspunkten: Von den mehr als 155.000 Krankenstandsfällen im Jahr 2003 werden auf Grund der gesetzlichen Regelungen sowie der Krankenordnung laufend Bewertungen kassenintern vorgenommen.
Fälle, die ein bestimmtes Ausmaß pro Versicherten im Jahr überschreiten, werden einer besonderen Beurteilung unterzogen. Auf Grund der Krankheitsbilder und Diagnosen, die Krankenstände begründen, sowie der Handlungsmöglichkeiten innerhalb bzw. außerhalb der An- und Abmeldefristen hat die Kärntner Gebietskrankenkasse im Jahr 2003 immerhin etwas mehr als 6.000 Patienten in Form von persönlichen Gesprächen in den - ärztlichen - Dienststellen der Kasse betreut. Dadurch wird ergänzend zu den Möglichkeiten, die durch EDV-Technik und Analysesysteme zur Verfügung stehen, ein unbürokratischer und sensibler Vorgang gegenüber erkrankten Personen eingeschlagen.

Entscheidend ist aber, dass Beurteilungen über Krankenstände und deren Ausmaß primär auf medizinischen Beurteilungen beruhen und das Verhältnis zwischen Versicherung und Versicherten wiederum durch Gesetz und Krankenordnung geregelt sind.

Mag. Alfred Wurzer Dr. Helgard Kerschbaumer Helmut Pansi Direktor OE-Leiterin Obmann

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