Kukacka: Kosten-Nutzen-Relation und Alternativen müssen bei City-S-Bahn geprüft werden!

Verkehrsdienstevertrag ist Voraussetzung für Realisierung

Wien (OTS) - 17. August 2004 "Es geht nicht darum etwas zu verhindern, sondern ein verkehrspolitisch sinnvolles und von der Kosten-Nutzen-Relation her vertretbares Projekt für den Linzer Zentralraum auf die Beine zu stellen" kommentiert Verkehrsstaatssekretär Kukacka die Aussagen von Bürgermeister Dobusch und Verkehrsreferent LH-Stv. Haider. Alle Verantwortlichen müssten daher gemeinsam an einer Lösung arbeiten. ****

Das City-S-Bahn Projekt soll Mühlkreisbahnhof und Hauptbahnhof verbinden und zu besseren innerstädtischen Verkehrserschließung beitragen und ist deshalb primär und ein innerstädtisches Nahverkehrsprojekt. Wie von der damaligen Verkehrsministerin Forstinger schriftlich festgehalten, muss vor der Errichtung, für die es bisher keinerlei Vereinbarung gibt, ein Verkehrsdienstevertrag ausgearbeitet werden. Für die Erarbeitung dieses Vertrages hat sich LH-Stv. Haider am 4.März 2002 durch einen Beschluss der oö. Landesregierung ein Verhandlungsmandat geben lassen.
"Dass nach mehr als 2 Jahren noch kein Verkehrsdienstevertrag seitens des Landes OÖ vorgelegt werden kann, steigert natürlich nicht gerade die Akzeptanz für das Projekt beim ÖBB-Vorstand, der auch einen entsprechenden Beschluss über die Errichtung fassen muss" erklärt der Staatssekretär auf dessen Initiative beim City-S-Bahn Gipfel am 5 Juli erstmals alle Unterlagen den Entscheidungsträgern vorgelegt wurden, die bisherigen Verzögerungen.

"Nun werde ich aber Druck machen, um wie beim Gipfel vereinbart, die zahlreichen Linzer Hausaufgaben wie die Aktualisierung der Verkehrsprognosen, Klärung ob Diesel- oder E-Traktion, Donauquerung, Umwidmungen etc. schnellstens abgearbeitet werden" erklärt der Staatssekretär die weitere Vorgansgweise.
"Ein vergleichbares Projekt bei dem die ÖBB einen Nahverkehr durch ein dichtbesiedeltes Stadtgebiet in unterirdischer Trassenführung errichtet, gibt es in Österreich bisher nirgends" hält der Staatssekretär daher die sorgsame Analyse und Bewertung von Alternativen bei einem 200 Mio. Projekt für unerlässlich. Internationale Stadtbahn-Beispiele wie z.B. in Deutschland (Karlsruhe, Saarbrücken) zeigen, dass mit wesentlich geringerem Mitteleinsatz eine längere Strecke ausgebaut werden kann und ein höheres Fahrgastpotential angesprochen wird.
"Ob und in welcher Weise diese Alternativen auch für Linz relevant sein können, muss noch geprüft werden." schloss der Staatssekretär.

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