Gusenbauer: Telekom-Austria-Verkauf ist fantasielos und unverantwortlich

"Verscherbelungsaktion, die mit den Budgetnöten des Finanzministers zu tun hat"

Wien (SK) Zum geplanten Teilverkauf der Telekom-Austria sagte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Dienstag in einer Pressekonferenz: "Österreichs Sportler gewinnen Silber und die österreichische Bundesregierung verscherbelt das Familiensilber." Dieser geplante Verkauf habe mit einer Privatisierung nichts zu tun, sondern sei vielmehr "eine der fantasielosesten und unverantwortlichsten Aktionen, die unter dem Titel Privatisierung in den letzten Jahren durchgeführt wurde". Es handle sich um eine reine "Verscherbelungsaktion", die mit den Budgetnöten des Finanzministers zu tun habe. ****

Es sei "sonderbar", dass Finanzminister Grasser zu Verhandlungen in die Schweiz fahre und die Aufklärung der Öffentlichkeit und des Parlaments verabsäume. "Das werden wir nicht hinnehmen", sagte Gusenbauer. Die SPÖ überlege, den geplanten Teilverkauf "parlamentarisch zur Sprache zu bringen". Schließlich sei es eine Grundfrage, wie Österreich zu seinem Einfluss in große Industrieunternehmen stehe.

Mit dem geplanten Teilverkauf der Telekom-Austria gehe eines der wichtigsten Infrastrukturunternehmen an einen staatlichen Konzern im Ausland. Es finde ein Eigentümerwechsel - "von der Republik Österreich zur Schweizer Eidgenossenschaft" - statt. Von Privatisierung könne keine Rede sein. (Schluss) se

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