Ökostrom gegen Strompreisexplosion

IG Windkraft kritisiert Bartensteins energiepolitischen Weg

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an Wirtschaftsminister Bartensteins Vorstellungen für ein neues Ökostromgesetz kommt erneut von der IG Windkraft. "Bartenstein agiert unklug und kurzsichtig, wenn er den Ökostromausbau wie geplant stoppt. Die Preise für herkömmlichen Strom sind beständig im Steigen, insbesondere aufgrund von Kapazitätsengpässen sowie der Situation am Erdölmarkt. Wenn man schon heute massiv in Ökostromanlagen investiert, wird man aufgrund der Serieneffekte in wenigen Jahren wettbewerbsfähig sein", betont Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Es ist kein Geheimnis, dass in Europa die Überkapazitäten der Stromerzeugungsanlagen zu Ende gehen und neue Anlagen errichtet werden müssen. Verschiedene Energieexperten rechnen mit Preisen von 6 Cent pro kWh bis 2010. Zudem schlagen die Unsicherheiten rund um den Ölpreis extrem auf die Strompreise durch, wie auch Verbund-Chef Haider in den letzten Tagen klar machte. Preissteigerungen von 25% bis 30% seien diesen Herbst möglich. Allein vom 2. auf das 3. Quartal 2004 stieg der Marktpreis laut Energie-Control um 14% von 3,0 Cent/kWh auf 3,5 Cent/kWh.

Gegen einen solchen Anstieg aufgrund der Produktionsknappheit und der Ölpreise wirkt ein forcierter Ökostromausbau. Gemäß einem Zitat in der Tageszeitung "Der Standard" vom 6.August teilt diese Auffassung auch Energie-Control-Chef Walter Boltz. Ihm zufolge werde der Anstieg der Ölpreise nicht so stark auf die Strompreise durchschlagen, da heuer unter anderem anders als im Vorjahr die Wasserkraft gut laufe und auch die Windkraft funktioniere. Damit bestätigt Boltz nur das Gesetz von Angebot und Nachfrage: Wenn durch mehr Ökostrom den Produktionsengpässen entgegengewirkt wird, hat das auch dämpfende Effekte auf die Strompreisentwicklung.

Angesichts dessen ist Bartensteins Entwurf für ein neues Ökostromgesetz, das de facto zu einem Ausbau-Stopp aller Ökoenergien führen wird, energie- und wirtschaftspolitisch völlig absurd. Mit Ökoenergieanlagen können jetzt schnell neue Erzeugungskapazitäten geschaffen werden, die überdies unabhängig von stetig steigenden Erdölpreisen machen. Anders als beim Strom- und Energieimport gibt es durch den Ökostromausbau Arbeitsplätze in Österreich, allein bei der Windkraft sind es bereits 2.500.

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