ARBÖ: Zuwenig Feuerlöscher, zuviel veralterte Autoapotheken

ARBÖ bietet Hilfsorganisation Informationsfolder über richtiges Feuerlöschen an

Wien (OTS) - Erste Hilfe wird nicht nur durch fehlendes Wissen erschwert, sondern auch durch mangelnde Ausstattung, stellt der ARBÖ fest. 80 Prozent der Autoapotheken sind nach einem ARBÖ-Praxistest hoffnungslos veraltert und daher im Falle des Falles unbrauchbar. 84 Prozent der Autofahrer haben keinen Hand-Feuerlöscher an Bord und sind damit nicht in der Lage, Autobrände sofort schon beim Entstehen zu löschen.

In einen Brief an Vizekanzler Hubert Gorbach regt der ARBÖ an, im Zuge der Führerscheinausbildung den Führerscheinanwärtern auch den Umgang mit Feuerlöschern paraxisgerecht zu erklären. Als Grundlage dafür bietet der ARBÖ seinen erst vor kurzem entwickelten Informationsfolder "Feuer an Bord" - eine brenzlige Situation" an, der Informationen darüber enthält, wie ein Feuerlöscher beschaffen sein muss (mindestens 2 Kilo Füllgewicht!), wo er im Fahrzeug unterzubringen ist (möglichst im Innenraum des Autos und nicht im Kofferraum) und wie man einen Brand löscht. Erhältlich ist diese Broschüre kostenlos in allen 94 ARBÖ-Prüfstellen, in allen vier ARBÖ-Fahrsicherheitszentren (Wien-Aspern, Steiermark-Ludersdorf, Salzburg-Straßwalchen, Kärnten-Arnoldstein) und im ARBÖ-Generalsekretariat in der Wiener Mariahilferstr. 180. Man kann sie auch als pdf von der ARBÖ-Website (www.arboe.at/news) herunterladen.

Schlimm ist es um den Zustand der Autoapotheken bestellt. Bereits vor einem Jahr mussten die ARBÖ-Experten bei einem Praxistest auf Parkplätzen vor großen Einkaufszentren eine böse Überraschung erleben. Wilhelm Patzold vom ARBÖ-Informationsdienst: "Nicht nur, dass das Verbandsmaterial in den meisten Fällen abgelaufen war und Schutzausstattung, wie zum Beispiel Handschuhe oder Beatmungshilfen, fehlten. So manche Autoapotheke wurde als Lagerstätte für Zusatzmaterial, wie etwa Lämpchen genutzt. In einer Box war die Schere schon so verrostet, dass bei ihrer Verwendung akute Infektionsgefahr bestanden hätte.

Viele Autofahrer wissen oft gar nicht, wo sich die Autoapotheke im Fahrzeug befindet und haben jahrelang nach ihr geschaut. Patzold:
"Die Apotheke sollte routinemäßig ein Mal im Jahr kontrolliert und auf jeden Fall spätestens sechs Jahren ausgetauscht werden".

Laut Kraftfahrgesetz ist lediglich das Mitführen eines Mindeststandards für die Wundversorgung in einem widerstandsfähigen Behälter vorgeschrieben. Das Verbandsmaterial muss staubdicht verpackt und gegen Verschmutzung geschützt sein. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von 14 Euro rechnen.

Die ARBÖ-Experten raten zum Kauf einer ÖNORM-konformen Apotheke, mit deren Inhalt bei den typischen Verletzungen bei Unfällen kompetent geholfen werden kann. Die genormten Autoapotheken können ebenfalls in allen ARBÖ- Dienststellen erworben werden.

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