NÖ Grüne / Krismer: Niederösterreich muss Alternativen zu Gen-Soja fördern

Krismer: "Dazu braucht ÖVP Rückgrat."

NÖ (Grüne) - Die ÖVP Niederösterreich konnte sich vor der Sommerpause nicht zu dem gemeinsamen politischen Ziel eines gentechnikfreien Niederösterreichs aufraffen. Bei sommerlichen Temperaturen gleichen die Meldungen seitens LR Josef Plank und der ÖVP Wechselbädern. Die Landwirtschaftssprecherin der Grünen, LAbg. Dr. Helga Krismer reagiert unterkühlt auf diese Flip-Flops: "Bei der Charta-Unterzeichnung wurde das gentechnikfreie Niederösterreich zur Chefsache erklärt und nun wird wieder von Panikmache gesprochen, wenn die Fakten auf den Tisch gelegt werden. Alle NiederösterreicherInnen und BäuerInnen, die sich klar gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft aussprechen, erwarten sich eine ÖVP mit Rückgrat."

Die Europäische Union hat bei eiweißhältigen Futtermitteln einen Selbstversorgungsgrad von circa 35%, der Rest wird am Weltmarkt eingekauft. "Dabei handelt es sich vor allem um Sojabohnen aus Übersee. Denn Österreich erntet nur auf 6% der Anbauflächen Soja und baut in Niederösterreich überhaupt nur auf ca. 1.000 ha Soja an. Hier besteht Handlungsbedarf bei den Förderungen", meint Krismer und verweist auch auf die geringe Fläche zur Saatgutgewinnung bei anderen Alternativen wie Leguminosen. "Die verstärkte Förderung von Eiweißfuttermitteln in Niederösterreich wird das Land unabhängiger von gentechnisch verändertem Soja aus Übersee machen", schließt LAbg. Dr. Helga Krismer.

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