Kräuter: Kein Euro zusätzlich für E-Wirtschaftslehrlinge

Landesregierung soll endlich etwas für die Bevölkerung tun

Wien (SK) Für SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter geht es in der Regierungssitzung am 23. August nicht um die Frage der detaillierten Ausgestaltung eines Prämiensystems für die Branchenneulinge Maier und Kailbauer, sondern um die vollständige Ablehnung der umstrittenen Zusatzbelohnungen. Kräuter: "Die beiden Herren, die nach Insiderauskunft noch viele Monate als E-Wirtschaftslehrlinge zubringen werden müssen, sind mit 240.000 Euro Jahresgage mehr als fürstlich besoldet. Diese Gage liegt auch entgegen den öffentlichen Falschdarstellungen des Aufsichtsratspräsidenten Ditz über dem vom Rechnungshof mit 205.000 Euro erhobenen Managerdurchschnitt im Energiewesen." Eigentümervertreterin Waltraud Klasnic hätte also die Aufgabe, jede Art von Erfolgsprämie abzulehnen und eine dementsprechende Vorgabe an das Unternehmen zu formulieren. ****

Über diesen "selbstverständlichen Schritt" hinaus solle die Landesregierung die Sondersitzung für politische Maßnahmen für die Bevölkerung nutzen. Kräuter: "Ich kann mir einen Forderungskatalog an die ESTAG vorstellen, der bis Jahresende zu erfüllen ist. Erstens sind für die Bevölkerung verständliche und nachvollziehbare Stromrechnungen längst überfällig. Zweitens muss endlich ein Zukunftskonzept für die Energieerzeugung in der Steiermark und damit verbunden für die arbeitsmarktpolitischen Perspektiven auf dem Energiesektor auf den Tisch. Drittens müssen im Interesse der Stromkunden seitens der ESTAG die Möglichkeiten einer Stromkostenentlastung für die kleinen Leute geprüft werden." Sollte der Konzern nicht in der Lage sein, diese Forderungen zu erfüllen, stelle sich die Frage, wofür überhaupt Spitzengehälter bezahlt werden.

Die Landesregierung hätte für Kräuter am kommenden Montag die Möglichkeit, einen über die Steiermark hinaus beachteten grundsätzliche Schritt zu setzen: "Es könnte auch auf dem Energiesektor bewiesen werden, dass in Zeiten der Liberalisierung regional Politik für die Menschen durchgesetzt werden kann. Die Landesregierung ist keineswegs gezwungen, Erfolgsprämien für Manager, die sich keinen Deut um Arbeitsplätze scheren und den Stromkunden immer tiefer in die Tasche greifen, zu akzeptieren. Als Haupteigentümer der ESTAG ist die Landesregierung in der Lage, Verbesserungen und Erleichterungen für die Bevölkerung durchzusetzen." (Schluss) se/mm

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