Bures: Situation am Lehrstellenmarkt spitzt sich zu

"Die Zeit drängt" - Regierung muss endlich handeln

Wien (SK) "Wenn in den nächsten Wochen für eine Million Schülerinnen und Schüler die Schule beginnt, stehen viele Lehrlingssuchende vor einer ungewissen Zukunft." Ende Juli waren 9.507 Jugendliche auf der Suche nach einem Lehrplatz. Für sie gibt es allerdings nur 2.745 offene Lehrstellen. "Da Tausende von ihnen in berufsbildenden höheren Schulen keinen Platz finden werden, beginnt für sie eine schwere Zeit ohne Perspektive" -SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures verweist auf die Schätzung der AMS-Lehrlingsexpertin Maria Hofstätter, die damit rechnet, dass sich bis 2010/11 die Kluft zwischen fehlenden Lehrstellen und auf den Lehrstellenmarkt drängenden Jugendlichen noch weiter vergrößern wird. Bures appelliert an Bundeskanzler Schüssel und Arbeitsminister Bartenstein, "endlich aufzuwachen, denn die Zeit drängt". Die Regierung sei daran erinnert, dass "es Menschen gibt, die vom schwarz-blauen Sommerzwist die Nase voll haben, und die sich zu Recht von der Politik handfeste Arbeit erwarten. Unzählige Jugendliche und ihre Familien hoffen auf eine faire Chance". ****

"Das Desinteresse von Kanzler Schüssel und Arbeitsminister Bartenstein an der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit ist unerträglich", so Bures am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Außer der regelmäßigen Ansage, dass jeder Jugendliche eine Lehrstelle bekommen soll und teure Werbekampagnen auf Kosten der Steuerzahler, seien keine Aktivitäten seitens der Regierung zu bemerken. Und so sieht die Realität aus: In Wien kamen Ende Juli auf 323 offene Lehrstellen 2.497 Bewerber. In der Steiermark kommen sechs Jugendliche auf eine Lehrstellen, in Ober- und Niederösterreich jeweils vier Jugendliche auf eine Lehrstelle.

Der SPÖ gehe es darum, dass alle Jugendlichen echte Chancen für ihre Zukunft bekommen, verweist Bures auf das 10-Punkte-Programm der SPÖ für Lehrlinge. Darin enthalten ist die Schaffung eines Lehrlingsfonds, wodurch Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, in den Fonds einzahlen, durch den wiederum Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, unterstützt werden. Weitere Forderungen der SPÖ sind eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche, bessere Berufs- und Bildungsberatung, das gebührenfreie Nachholen des Hauptschulabschlusses, die Einrichtung von regionalen Jugendbeschäftigungsgipfeln, eine flexiblere Lehrlingsausbildung, die Schaffung neuer Lehrberufe mit Zukunftsperspektive sowie die Aufwertung der Berufsschulen. (Schluss) se

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