ARBÖ: Fairer Wettbewerb bei Spritpreisen ist ein Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Für einen fairen Wettbewerb zu sorgen, ist bei den derzeitigen hohen Treibstoffpreisen geradezu ein Gebot der Stunde, betont ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar. Regierungsvertreter und Bundeswettbewerbsbehörde setzen nun erste Schritte zur Wettbewerbskontrolle. "Es war höchst an der Zeit".

"Wir vom ARBÖ haben in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder konkrete Fälle aufgezeigt, bei denen die heimischen Mineralölkonzerne internationale Preissenkungen für Fertigprodukte gar nicht oder verspätet an die heimischen Autofahrer weitergeben haben", unterstreicht ARBÖ-Generalseketär Dr. Rudolf Hellar.

Auffallend an diesen Verteuerungsrunden ist die Tatsache, dass solche "Trichterpreisbereinigungen" von den großen Anbietern immer gleichzeitig und in gleichem Ausmaße vorgenommen wurden, ganz so als gäbe es völlig einheitliche interne Kostenkalkulationen. Tatsächlich unterscheiden sich die Beschaffungs- und Raffineriekosten der einzelnen Mineralölfirmen voneinander, je nachdem zu welchen Konditionen Rohöl gekauft, gefördert und raffiniert wurde. In Europa werden Treibstoffe in Euro verkauft und Rohöl in Dollar gehandelt. Hier kommt das firmenintern unterschiedliche Kursrisikomanagement noch hinzu, mit dem Währungsschwankungen abgefangen werden.

Neben der Beschwerde von Konsumentenminister Mag Herbert Haupt bei der Europäischen Kommission in Brüssel hat die weisungsungebundene Bundeswettbewerbsbehörde an die vier wichtigsten heimischen Mineralölfirmen OMV, BP, SHELL und ESSO ein sogenanntes "Auskunftsverlangen" gestellt. Die Fragen beschränken sich darauf, wie die einzelnen Unternehmen konkret die internationale Entwicklung auf den Rohstoff- und Produktbörsen in die Preisfestsetzung auf den heimischen Endverbrauchermarkt einfließen lassen. Auf die vier adressierten Mineralölkonzernen entfallen rund 60 Prozent der Tankstellen in Österreich, ergänzt der ARBÖ.

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