Trunk: Wir brauchen schnellst möglich ein modernes Familienrecht

"Familie heute muss alle Formen des Zusammenlebens einschließen und darf niemanden mehr diskriminieren"

Klagenfurt (SP-KTN) - "Die Formen des Zusammenlebens haben sich
in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt, die politischen Rahmenbedingungen für Familien und insbesondere die Definition von Familie durch die Bundesregierung ist in vielen Bereichen aber traurigerweise erstarrt", kritisiert NRAbg. Melitta Trunk und fordert ein rasches "Update" der rechtlichen Rahmenbedingungen für alle Formen des Zusammenlebens.

Nichteheliche Lebensgemeinschaften boomen gerade bei den unter 35 Jährigen. Diese Form des Zusammenlebens macht mittlerweile in dieser Bevölkerungsgruppe sogar schon die Hauptform aus. "Politik hat nicht die Aufgabe den Menschen vorzuschreiben, wie sie leben dürfen, sondern die eindeutige Pflicht, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Menschen abgesichert zusammenleben können", so Trunk, die einfordert, dass die österreichische Rechtsordnung endlich modernisiert und die rechtliche Monopolstellung der Ehe aufgehoben wird.

Fragen des Unterhalts, Erbrechts, Wohnrechts sowie der Vermögensaufteilung bei Auflösung nichtehelicher Lebensgemeinschaften gehören dringend geklärt, fordert die SP-Abgeordnete. "Nichteheliche Lebensgemeinschaften egal ob von homosexuellen oder heterosexuellen Partnerschaften dürfen rechtlich nicht weiter als Fremde gelten, das ist völlig absurd und eine schwere Form der Diskriminierung", so Trunk. Österreich hinke in dieser Frage auch nach wie vor vielen anderen europäischen Ländern hinterher, kritisiert Trunk und fordert von der schwarz-blauen Bundesregierung schnellst möglich ein modernes und faires Familienrecht, das alle Formen des Zusammenlebens einschließt.

Scharfe Kritik übte Trunk auch an der Kärntner VP-Abgeordneten Elisabeth Scheucher. Trunk: "Die ÖVP-Frauensprecherin hat in den letzten Tagen bereits zum Thema Abtreibung beängstigend zur Schau gestellt, welche konservative und realitätsfremde Einstellung die ÖVP - von einigen wenigen Abgeordneten abgesehen- in vielerlei Hinsicht an den Tag legt. Geschmacklose Unterstellungen von RepräsentantInnen des Parlaments sind etwas, das Frauen weder in herkömmlichen noch in schwierigen Lebenssituationen brauchen können, dass selbige von einer Frau kommen, ist für mich umso trauriger." (Schluss)

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