NIKOLAUS PRINZ: NATIONALE UMSETZUNG DER GAP-REFORM SCHAFFT ENDLICH KLARE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR BÄUERLICHE UNTERNEHMEN!

Abfederungen erleichtern Landwirten den Umstieg auf einheitliche Betriebsprämie

Wien, 16. August 2004 (ÖVP-PK) Die nationale Umsetzung der GAP-Reform ist in der Zielgeraden. Bis August müssen alle EU-Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ihre nationalen Prämienmodelle kundtun. "Damit wird endlich Klarheit für die bäuerlichen Familienbetriebe geschaffen. Ein eigener Härtefall-Topf unterstützt benachteiligte oder von besonderen Schicksalsschlägen betroffene Bauern", stellte heute, Montag, ÖVP-Abg. Nikolaus Prinz fest. ****

Mit 1.1.2005 wird in Österreich die im Vorjahr auf EU-Ebene beschlossene einheitliche Betriebsprämie eingeführt. Diese ersetzt künftig die meisten Direktzahlungen und ist nicht mehr an die Produktion gebunden. Da jedoch weiterhin so viel Prämienzahlungen wie möglich regional und nach Produktionssparten verteilt an die Bauern fließen sollen, hat Landwirtschaftsminister Josef Pröll entschieden, neben dem Betriebsprämienmodell die Zahlungen bei den Kulturpflanzen auf Basis der Ansprüche beim Kulturpflanzenausgleich in den Referenzjahren 2000 bis 2002 vollständig von der Produktion zu entkoppeln. Im Bereich der Rinderprämien bleibt die Mutterkuhprämie und die gesamte Schlachtprämie für Kälber zu 100 Prozent gekoppelt. Bei der Schlachtprämie für Großrinder bleibt eine Koppelung von 40 Prozent der bisherigen Zahlungen. "Gerade für Familienbetriebe in benachteiligten Gebieten ist das eine unabdingbare Notwendigkeit", so Prinz.

RUND NEUN MILLIONEN EURO FÜR HÄRTEFÄLLE RESERVIERT

Zahlreichen Härtefällen, die sich etwa durch Produktionsausfälle im Referenzzeitraum ergeben werden, soll mit finanziellen Ausgleichsmitteln geholfen werden. Auch wenn Landwirte etwa in den Jahren 2000 bis 2002 vom Anbau "ausgleichszahlungsfähiger" Feldfrüchte in den Anbau von Alternativ-Kulturen ohne Ausgleichszahlungsansprüchen aber entsprechend den Markttrends gewechselt haben, werden finanziell abgefedert. Im Speziellen trifft das auf Biobauern und Kürbisbauern zu. Rund neun Millionen Euro sind als Reserve für diese Betriebe vorgesehen. Das Landwirtschaftsministerium rechnet, dass der Großteil davon für die klassischen Härtefälle wie Todesfall oder Brand verwendet werden wird. Nur rund zwei Millionen Euro werden für Umstiegshilfen in ausgleichsfähige Kulturen notwendig sein. "Unsere Bauern brauchen Verlässlichkeit und klare Rahmenbedingungen. Daher ist es richtig, so rasch wie möglich mit der nationalen Umsetzung der GAP-Reform zu beginnen", schloss Prinz.
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