Lokalrazzia in Favoriten: 3 Lokale gesperrt und 25 Schwarzarbeiter erwischt

25 Lokale waren Freitagnacht im Visier einer gemeinsamen Schwerpunktaktion von Magistrat, Finanzbehörde und Polizei

Wien (OTS) - Bei einem schon mehrmals durchgeführten konzertierten Vorgehen der Behörden gegen Missstände in Favoritens Lokalszene sind in der Nacht von Freitag auf Samstag drei Lokale geschlossen worden. Weiters wurden insgesamt 25 Tänzer, Musiker, Kellner, Köche und Prostituierte beim Pfuschen ertappt. Das Team KIAB ( Kontrolle illegal Ausländerbeschäftigte ) erwischte davon elf vornehmlich aus der Slowakei und Polen stammende Männer und Frauen. Das Marktamt verhängte gegen schlampige Wirte acht Organmandate und schrieb zwei Anzeigen. Das Bezirksamt zählte ferner 20 massive Beanstandungen in den Lokalen, darunter neuerlich Missstände beim Notausgang.

Spülmaschine stand vor versperrtem Notausgang

Die Behördenvertreter fanden in zwei Lokalen verstellte Notausgänge vor. In einem Fall hätte eine Geschirrspülmaschine die Flucht durch den Notausgang unmöglich gemacht, in einem anderen Lokal war die Tür zum Notausgang verriegelt.

Auch Lärmkontrollen fanden statt. Eine Liveband in der Triesterstraße beendete abrupt ihren Auftritt. Der Lokalbesitzer hatte an der Musikanlage die Plombe für das Einpegeln widerrechtlich entfernt.

Schließlich wurden auch Lokale hinsichtlich der Einhaltung der Sperrstunde überprüft, darunter auch eine der größten Diskotheken von Wien, die sich am südlichen Stadtrand befindet.

Am Rande der Überprüfung der Lokale wurden auch Roadrunnerautos und Baustellen in Favoriten inspiziert

Vier von vierzehn aufgemotzen Autos von viel zu schnell fahrenden Jugendlichen verloren an die Überprüfungsbehörde MA 46 nach einem genauen Check der Bremsen, der Reifen, des Fahrgestells und der Lenkung das Kennzeichen. Die Roadrunner wurden angezeigt. Die häufigsten Mängel: nicht genehmigte bzw. typisierte Zu - und Aufbauten an den Boliden.

Bei der Baustellenkontrolle an 25 Örtlichkeiten wurde gegen drei Baufirmen Anzeige erstattet. Eine Baustelle musste noch in der Nacht neuerlich abgesichert und zwecks Unfallvermeidung auch beleuchtet werden.

Auch gegen acht Lenker bzw. Besitzer von Schwerfahrzeugen, die unerlaubt zu nahe am Wohngebiet abgestellt worden war, wurde Anzeige erstattet

Um Mitternacht zehn Schanigartenbetreiber auf Einhaltung der Betriebszeiten überprüft

Bei einem Schanigarten - Besitzer wird es wegen Nichteinhaltung des Zapfenstreiches Anzeigen hageln. Bürger hatten sich wiederholt über lärmende Gäste beschwert.

Am frühen Abend hatte das Büro für Sofortmaßnahmen, das die Aktion in Favoriten leitete, bereits in Währing einen illegal aufgestellten und gemeingefährlich beleuchteten Schanigarten durch die MA 48 ( Straßenreinigung ) entfernen lassen. Inmitten des Gartens befand sich zudem ein nicht genehmigtes Biotop. Der nicht genehmigte Garten befand sich neben der Hauptfahrbahn des Währinger Gürtels auf öffentlichem Grund.

Ernst Graf, Leiter des Büros für Sofortmaßnahmen:"Ich appelliere an die Einsicht der Wirte: Denkt doch, dass ihr auch gern mit ruhigem Gewissen in ein Beisl gehen könnt!" Der beanstandete Wirt sei bereits mehrmals aufgefordert worden, entweder den Schanigarten zu entfernen oder um eine Genehmigung für die Errichtung eines Schanigartens anzusuchen, ergänzte Einsatzleiter Graf gegenüber der Rathauskorrespondenz.

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