NÖGKK-Chef Hutter: Nein zur Verstaatlichung unseres Gesundheitssystems!!

St.Pölten (OTS) - "Jetzt ist die Katze aus dem Sack!" Das Reformmodell für das Gesundheitswesen, Stichwort "Gesundheitsagentur", liegt als Gesetzesentwurf vor. NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter: "Ein klares Nein zu diesen Vorschlägen. Da geht es um rein parteipolitische Machtspiele, wo nicht mehr der Patient, sondern nur mehr das Geld zählt."

Die Eckpunkte des Modells sind eine klare Verstaatlichung und Zentralisierung: Das gesamte Gesundheitswesen liegt in Händen einer vom Bund gesteuerten "Gesellschaft mit beschränkter Haftung", die nur mehr nach betriebswirtschaftlichen Zwängen agiert - die Bedürfnisse der Menschen gehen dabei völlig unter. Diese Kompetenzverschiebung ist verfassungsrechtlich höchst bedenklich; und sie ist die Abschaffung der Selbstverwaltung der Versicherten.

Mit der Bundesagentur und den Landesgesundheitsagenturen, die neu errichtet werden sollen, wird ein planwirtschaftliches Modell geschaffen, wo am Reißbrett über die Gesundheitsversorgung entschieden wird.

Insgesamt drohen eklatante Verschlechterungen für die Patienten:

  • Die fachärztliche Versorgung soll zur Gänze ins Krankenhaus verlagert werden. Neben langen Anfahrtswegen und gesteigertem Bürokratismus verliert der Patient den Arzt seines Vertrauens -gerade das aber ist im sensiblen Bereich "Krankheit" zutiefst notwendig.
  • Stichwort Bettenabbau im Spital - müssen sich Patienten künftig um ihr Spitalsbett raufen oder immense Wartezeiten akzeptieren?
  • Ungeklärt ist auch , wie Akut- und Epidemiefälle bewältigt werden sollen.
  • Ebenfalls als Damoklesschwert hängt eine Ausweitung der Selbstbehalte über den Köpfen aller Kranken - und damit der Weg zur Zwei-Klassen-Medizin.

Nicht geklärt ist für Hutter auf Grund des vorliegenden Modells der größte Brocken im Gesundheitswesen - die Finanzierung: Im Gegenteil: "Mit dem neuen Modell schafft man nur eine zusätzliche bürokratische Ebene, die die Dinge ja nicht nur komplizierter macht, sondern auch immensen Verwaltungsaufwand verursacht - Geld, das wir für die Gesundheitsleistungen dringend bräuchten."

Wie kann es sonst gehen? Hutter: "Wir haben seitens der sozialen Krankenversicherung bereits ein Konzept erarbeitet und auch vorgestellt. Wir setzen im Rahmen einer Gesundheits-Partnerschaft auf ein Kooperationsmodell auf Länderebene, das alle Akteure im Gesundheitswesen einbindet, ohne dabei neue Bürokratie zu erzeugen."

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