SPÖ-Reiter: Grüne Staumaut löst keine Verkehrsprobleme in und um Wien

Wien (SPW-K) - Der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Günther Reiter, erteilt der am Freitag vom grünen Gemeinderat Chorherr erhobenen Forderung nach Einführung einer Staumaut für Wien eine klare Absage. "Die grüne Stau- oder wenn man will auch die Citymaut lösen weder Verkehrsprobleme im Großraum Wien, noch in den innerstädtischen Bezirken. Zudem ist der Vorschlag von Chorherr bezüglich einer Staumaut noch völlig unausgegoren", stellte Reiter in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien fest.

"Wien ist", so Reiter, "nicht London. Gerade in Wien ist das für eine Citymaut in Frage kommende Gebiet deutlich dichter besiedelt, als etwa die Londoner City mit ihrem hohen Anteil an Büro- und Geschäftsstruktur". Die Einführung einer Wiener Citymaut wäre für die davon betroffene Wohnbevölkerung von großem Nachteil gegenüber den übrigen Wienerinnen und Wienern und würde zudem den sozialen Aspekt vernachlässigen. Der Wiener Weg mit der Parkraumbewirtschaftung in den innerstädtischen Bezirken 1 bis 9 sowie 20 und andererseits der forcierte Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und des Radwegenetzes seien die bessere Lösung, hob Reiter hervor. Als weiterer Schritt solle mit dem Parkraumbewirtschaftungs-Pilotprojekt Stadthalle auch eine punktuelle Ausweitung parkraumbewirtschafteter Zonen in den Außenbezirken überprüft werden. Reiter: "Eine Maßnahme, durch die das öffentliche Verkehrsmittel gegenüber dem Auto an Attraktivität gewinnt".

Wien habe zudem ein äußerst dichtes und sehr gut funktionierendes Angebot öffentlicher Verkehrsmittel und weise unter den westlichen Großstädten den höchsten Anteil an Benützern öffentlicher Verkehrsmittel auf. Es werde ständig an einer Erweiterung und Attraktivitätssteigerung des ÖV-Netzes gearbeitet. Bereits jetzt sei die vierte Ausbaustufe der U-Bahn in Planung, damit ein nahtloser Übergang von der derzeitigen dritten Ausbaustufe erfolgen könne. Auch die tangentialen Straßenbahnlinien würden in Wien massiv ausgebaut sowie die Bevorrangungsprogramme für die öffentlichen Verkehrsmittel intensiviert, argumentierte der Mandatar.

Die großteils in den städtischen Außenbezirken aber auch entlang der Bahnzulaufstrecken in Niederösterreich nach Wien schon bestehenden und zusätzlich geplanten bzw. gerade in Umsetzung befindlichen P&R-Anlagen seien nach Meinung Reiters ergänzend zur Parkraumbewirtschaftung in der Stadt ein weiterer Schritt, Pendlerströme aus den Umlandregionen Wiens "abzufangen". Im Zusammenhang mit den Bemühungen, die PendlerInnen gerade durch solche Maßnahmen zum Umsteigen auf die Schiene zu bewegen, bezeichnete Reiter die "auf der schlechten Verkehrspolitik der Bundesregierung fußende", neuerliche ab November des heurigen Jahres in Kraft tretende deutliche Preiserhöhung für die ÖBB- bzw. Verkehrsverbünde-Zeitkarten als "schwer kontraproduktiv".

Nicht zuletzt durch die Maßnahmen der Stadt gelinge es in Wien immer mehr die Menschen auf einen Verzicht ihres Autos zu bewegen und damit den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu forcieren. Dies bewiesen u.a. auch die jüngsten Radverkehrserhebungen, die einen erheblichen Anstieg der Verwendung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel belegten, schloss Reiter. (Schluss)

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