Haidlmayr: Kopetzkys Rechnung beim Zivildienst geht nicht auf

Rotes Kreuz muss aufhören eng zu denken und alles zu blockieren

Wien (OTS) "Die Rechnung von Herrn Kopetzky beim Zivildienst geht nicht auf, weil sie schlicht und einfach nicht der Realität entspricht", meint die Zivildienstsprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr zum heutigen Gespräch des Generalsekretärs des Roten Kreuzes mit der APA. Kopetzkys Aussage, dass bei einer Verkürzung des Zivildienstes vor allem Mehrkosten im Bereich der Ausbildung entstehen würden, stößt bei Haidlmayr auf Kritik: "Das Zivildienstgesetz schreibt nicht vor, dass Zivildiener z.B. als Rettungssanitäter ausgebildet werden müssen. Wenn das Rote Kreuz ihre Zivildiener zu diesen ausbildet ist es ihre Sache, aber es ist nicht vorgeschrieben. Zivildiener sind Laienhelfer, zusätzlich zum bestehenden Personal". Behinderteneinrichtungen hätten ebenfalls nicht den Anspruch ihre Zivildiener zu Behindertenbetreuern auszubilden oder in der Flüchtlingsarbeit die Zivildiener zu Sozialarbeitern. Das sei gesetzlich nicht gefordert.

Haidlmayr kritisiert ebenfalls die Skepsis von Kopetzky, ob es möglich sein würde, eine entsprechende Zuteilung an Einsatzkräften zu bekommen. "Hier wird es keinen Mangel geben, weil es noch immer einen Rückstau an Zivildienern gibt, die auf ihre Zuweisung warten". Haidlmayr bedauert, dass das Rote Kreuz den Zivildienst nur einseitig sieht und nicht bereit ist es umfassender zu sehen. "Das Rote Kreuz muss endlich aufhören so eng zu denken und immer alles zu blockieren", schließt Haidlmayr.

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