Sandersee: Mit Alpenverein wird nochmals verhandelt

LH Haider spricht sich für eine kostengünstige Lösung aus. Sie bringt Talschaften und Alpenverein Geld und Vorteile

Klagenfurt (LPD) - Zu einem Gespräch in der Causa Magaritzenspeicher /Sandersee lud heute, Donnerstag, Naturschutzreferent Landeshauptmann Jörg Haider, Austrian Hydro Power-Chef Helmut Schröffelbauer, die Bürgermeistern Gerhard Köfer (Spittal/Drau), Peter Suntinger (Großkirchheim) und Peter Ebner (Stall) und 3. Landtagtagspräsidenten Kurt Scheuch. Wie der Landeshauptmann in einer Pressekonferenz mitteilte, wurde dabei vereinbart, die Vertreter des Alpenvereins noch einmal zu Gesprächen einzuladen.

Wir wollen eine vernünftige und ökologische Lösung in der Causa Gletscherschliffentsorgung sowohl für den Verbund und Alpenverein, als auch für die Mölltaler Gemeinden finden, sagte der Landeshauptmann. Anstatt den Gletscherschliff teuer abzupumpen, wäre eine Erhöhung der Steinschlichtung um sieben Meter die kostengünstigere Lösung. Der vom Alpenverein kritisierte Eingriff "ist eine Modifizierung bzw. eine Adaptierung des bestehenden Bauwerkes und verletzt auch die öffentlichen Interessen keinesfalls", sagte Haider. Die von ihm vorgeschlagene Variante bringe außerdem nicht nur den Talschaften Geld und Vorteile sondern auch den Alpenverein als Teilhaber der Talschaftsverträge.

Sollte der Alpenverein zu keiner Lösung bereit sein müssten im Sonderschutzgebiet Nationalpark alle Steinschlichtungen weggerissen werden, gäbe es keine Bauten mehr., nannte der Naturschutzreferent mögliche Folgen bei einer Ablehnung. Haider schlug auch vor, dass der Alpenverein alle seine Mitglieder in die Entscheidung mit einbeziehen solle, und nicht einige Personen allein darüber entscheiden sollten. Der Verbund sei nach wie vor gesprächsbereit, werde auch bis September eine Bewertung der Wasserrechte vornehmen.

Gegen die Verschleuderung von Volksvermögen in ein sündteures Projekt sprachen sich auch die Bürgermeister Peter Suntinger und Peter Ebner aus. Mit dem Alpenverein müsse es zu einer Lösung kommen, die für die Mölltaler Gemeinden tragbar sei, betonten beide. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0005