Die Konsularabteilung der Botschaft der Vereinigten Staaten in Wien wird als nahezu letzte den elektronischen Fingerabdruckscan einführen

Wien (OTS) - Beginnend mit der Woche ab 23. August 2004, wird die Konsularabteilung der Botschaft der USA bei den meisten Personen, die einen Visaantrag stellen, einen elektronischen Fingerabdruckscan durchführen. Über 50 US Botschaften und Konsulate weltweit haben mit dem elektronischen Fingerabdruckscanning bereits begonnen. Wien ist eine der letzten Botschaften, die dieses neue Verfahren einführt. Es wird im Einklang mit der amerikanischen Gesetzgebung durchgeführt, die für alle Personen, die einen Visaantrag stellen, eine biometrische Identifikation vorsieht.

Demzufolge müssen alle Personen, die einen Visaantrag stellen, einen Fingerscan durchführen lassen, mit Ausnahme von:

1. Kindern unter 14 Jahren, 2. Antragsteller, die älter als 79 Jahre sind, 3. Angestellte ausländischer Regierungen und internationaler Organisationen, die im offiziellen Auftrag reisen.

Nur Personen, die einen Antrag für ein NEUES Visum stellen, müssen einen elektronischen Fingerabdruckscan durchführen lassen. Schon vor diesem Datum ausgestellte Visa behalten ihre Gültigkeit, ein gültiges Visum braucht nicht vor Ablauf erneuert zu werden. Reisende, die kein Visum benötigen, müssen daher nicht in die Konsularabteilung kommen, um einen elektronischen Fingerabdruckscan durchführen zu lassen.

Mithilfe eines Scannergeräts wird zweimal ein Fingerabdruckscan durchgeführt. Dabei wird keine Tinte verwendet und das gesamte Verfahren dauert nur einige Sekunden. Es werden Abdrücke des rechten und linken Zeigefingers abgenommen. Zu diesem Zweck ist es notwendig, dass der Antragstellen persönlich erscheint. Die Konsularabteilung wird daher fortan nicht mehr in der Lage sein, Visa per Post zuzustellen, außer in den oben angeführten Ausnahmefällen.

Im Falle der Weigerung eines Antragstellers, den elektronischen Fingerabdruckscan durchführen zu lassen, wird der Visaantrag als unvollständig betrachtet und nicht weiter bearbeitet. Er kann jedoch reaktiviert werden, falls sich der Antragsteller später doch entschließt, den elektronischen Fingerabdruckscan durchführen zu lassen.

Da Österreich eines von 27 Visa Waiver Ländern ist, benötigen österreichische Staatsbürger, die als Touristen oder zu Geschäftszwecken in die USA einreisen, für Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum. Jedoch werden sie ab September 2004 bei ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten auch dem elektronischen Fingerabdruckscan unterzogen. Ab dem 26. Oktober 2004 müssen sie auch über einen maschinenlesbaren (roten, EU) Reisepass verfügen, um am Visa Waiver Programm teilnehmen zu können. Personen, die noch über einen grünen Reisepass verfügen, müssen einen Visaantrag stellen, um in die USA reisen zu können. Kinder müssen über eigene Reisepässe verfügen, um am Visa Waiver Programm teilnehmen zu können. Ein Kind, das im Reisepass eines Elternteils eingetragen ist, benötigt daher ein Visum, selbst wenn der betreffende Elternteil keines braucht.

Darüber hinaus hat die US Regierung auch die an die Visa Waiver Länder gerichtete Auflage, mit der Ausgabe von biometrischen Reisepässen zu beginnen, um 12 Monate verschoben. Wir vertrauen darauf, dass Österreich mit diesem neuen Zeitplan keine Probleme hat.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der US Botschaft unter: http://www.usembassy.at

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