VP-Hahns Vorstoß für Lesben, Schwule und TransGenders: Wiener Grüne befürchten Etikettenschindel

Vassilakou: Gleiche Rechte für gleich viel Liebe können nur durch Taten erreicht werden.

Wien (Grüne) - "Zustimmend aber äußerst skeptisch." So reagiert die Klubobfrau der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, auf den Vorstoß der Wiener VP für eine rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Vassilakou: "Bisher fiel die VP - ob in Wien oder im Bund - vor allem durch Blockade und Verhinderung einer Gleichberechtigung auf. Wenn VP-Obmann Johannes Hahn jetzt für eine Gleichstellung eintritt, dann muss er sich gleichzeitig fragen, warum die VP etwa eine historische Verpflichtung gegenüber den trans- und homosexuellen Opfer des NS-Regimes immer noch verweigert. Bisher sind diese Opfer nämlich weder im Opferfürsorgegesetz, noch haben sie ein Denkmal in Wien. Letzteres wurde auch von der Wiener VP unter Hahn im Wiener Gemeinderat abgelehnt."

Die Menschenrechtssprecherin der Wiener Grünen befürchtet einen "erneuten Etikettenschwindel à la ÖVP". Vassilakou: "Wir kennen das ja bereits: Die VP macht eine Imagekampagne für MigrantInnen und findet es gleichzeitig in Ordnung, das Wahlrecht für diese Gruppe zu bekämpfen. Ähnliches könnte wieder passieren. Nach außen präsentiert sich die VP als urban und liberal, lehnte aber gleichzeitig eine Reihe von Anträgen ab und glänzt bei öffentlichen Diskussionen mit Lesben, Schwulen und TransGenders vor allem durch Abwesenheit und Schweigen. Ob der VP eine Gleichstellung ein wirkliches Anliegen ist oder wird, werden wir im Wiener Gemeinderat genau beobachten", so Vassilakou abschließend.

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