Internationaler Tag der Jugend: ÖGJ fordert mehr Rechte

Eder: Wahlrecht ab 16 und mehr politische Bildung notwendig

Wien (ÖGJ/ÖGB). (OTS) - "Jugendliche müssen mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung in Österreich bekommen", fordert der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder, anlässlich des heutigen "Internationalen Tages der Jugend". Um die Jugend verstärkt in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einzubinden sei es notwendig, den ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren das aktive Wahlrecht zu gewähren - "und zwar auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene sowie bei den Wahlen zum Europäischen Parlament", fordert Eder.++++

Eder verlangt außerdem eine Ausweitung der Mitbestimmung für SchülerInnen, StudentInnen, Zivil- und Präsenzdiener. Parallel dazu seien Begleitmaßnahmen auf dem Bildungssektor erforderlich:
"Demokratie kann man lernen. Die Gewerkschaftsjugend fordert daher die Einführung von politischer Bildung als Pflichtfach an allen Schulen ab der 5. Schulstufe", so der ÖGJ-Vorsitzende.

Staatssekretärin Ursula Haubner, die in einer Aussendung ebenfalls die Anerkennung der Rechte von Jugendlichen verlangt hatte, fordert Eder auf, auf ihre RegierungskollegInnen einzuwirken, dass sie für das Wahlrecht ab 16 eintreten. "Aber anstatt sich wirklich für die Rechte der Jugendlichen einzusetzen, zelebriert Haubner den Internationalen Tag der Jugend mit leeren Worthülsen", kritisiert Jürgen Eder. Auch die von der Bundesregierung beschlossenen Pensionskürzungen, die diejenigen, die heute jung sind, am massivsten treffen werden, kritisiert Eder: "Eine eigenartige Auffassung von Generationensolidaridät."(fk)

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ÖGB, 12. August 2004 Nr. 546

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