Unregelmäßigkeiten in der Visavergabe an der ÖB Lagos: Außenministerium leitet Untersuchung ein

Wien (OTS) - Aufgrund von Hinweisen, dass es bei der Visumsvergabe an der Österreichischen Botschaft in Lagos zu groben Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll, hat das Außenministerium umgehend eine Untersuchungskommission unter der Leitung des Generalsekretärs für auswärtige Angelegenheiten eingesetzt. Auftrag der Untersuchungskommission ist es, alle in diesem Zusammenhang bestehenden Vorwürfe lückenlos aufzuklären. Als Ergebnis einer Anfang August durchgeführten Sonderinspektion in Lagos wurde der für die Vergabe von Visa zuständige Beamte mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Darüber hinaus wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet, mögliche strafrechtliche Aspekte der Vorfälle werden untersucht. Der österreichische Botschafter in Lagos wurde zur umgehenden Berichterstattung nach Wien einberufen.

Grund für diese Maßnahmen ist unter anderem die Tatsache, dass die Vergabe von Visa an der Österreichischen Botschaft in Lagos im Lauf des vergangenen Jahres erheblich angestiegen ist. Für die Vergabe von Visa an nigerianische Staatsbürger bestand in diesem Zeitraum für die österreichischen Botschaften im Ausland keine Rückfragepflicht beim Innenministerium, jede Visumsvergabe wurde aufgrund der gesetzlichen Vorschriften dem BMI im Rahmen der sogenannten Meldepflicht zur Kenntnis gebracht.

Alle in diesem Zusammenhang bestehenden Vorwürfe werden vom Außenministerium in engster Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres untersucht. Seit dem gestrigen Tag besteht für die Vergabe von Visa an nigerianische Staatsbürger neuerdings auch eine Rückfragepflicht.

Rückfragen & Kontakt:

Außenministerium
Presseabteilung
Tel.: (++43-5) 01150-3262
Fax: (++43-5) 01159-213
abti3@bmaa.gv.at
http://www.aussenministerium.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0001