Betrifft: APA-Aussendung 0506 und Fortsetzung Klarstellung und Ergänzung zu Pensionen: Ärzte fordern Ausnahme von Harmonisierung

Wien (OTS) - In der genannten APA-Aussendung wurde eine zentrale Passage des heutigen Pressegespräches der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) "Mehr Arbeit, weniger Pension?" missverständlich widergegeben.

Anders als es in dieser Aussendung heißt, fordern die Ärzte keineswegs einen Pensionsanspruch, der 80 Prozent des durchschnittlichen Einkommens während des Berufslebens übersteigt. Sie fordern aufgrund der überlangen Arbeitszeiten, die gerade in den "besten Berufsjahren" unter besonders belastenden Bedingungen (Nachtdienste, Wochenenddienste, Permanentdienste) einen Zuschlag von 50 Prozent auf den jährlichen Steigerungsbetrag von 1,78 Prozentpunkten. Dieser Zuschlag soll nur für jene Berufsjahre zur Anwendung kommen, in denen Nachtdienste geleistet werden. Damit ist die Chance gegeben, dass auch SpitalsärztInnen, die im Regelfall nicht mehr als 36 Beitragsjahre zusammenbringen, annähernd an die Höchstbemessungsgrundlage von 80 Prozent herankommen und in gerechtfertigter Weise Abschläge für geringere Beitragsjahre gemildert werden.

Die ÖÄK weist im Zusammenhang mit der Frage der Finanzierung darauf hin, dass die Würdigung und Berücksichtigung der besonderen Arbeitsintensität unter besonderen Belastungen als solidarische und soziale Aufgabe des Staates zu betrachten ist. Denn Nutznießer des überdurchschnitlichen Engagements der SpitalsärztInnen sind in erster Linie die Patienten, die ärztliche Tätigkeit ist also im Interesse der Öffentlichkeit. Daher scheint es gerechtfertigt, dass die Allgemeinheit auch für den Pensionsverlust, den Ärzte durch die Pensionsreform 2003 erleiden, aufkommt. Dem einzelnen Arzt fehlt jede Möglichkeit, den Pensionsverlust trotz höherer Lebensarbeitszeit auszugleichen. Die ÖÄK hat also sehr wohl eine Vorstellung über die Art der Finanzierung eines Zuschlages auf den regulären Steigerungsbetrag.

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