VP-Grundwalt: Kein Schutz für Anrainer

Sicherheitszone rund um Wohnhaus der Vereinigten Staaten von Amerika geplant

Wien (11.8.2004) - Um ein Wohngebäude für Botschaftsmitarbeiter der Vereinigten Staaten von Amerika, soll eine Sicherheitszone errichtet werden. Durch das Aufstellen von Betontrögen rund um das Gebäude soll verhindert werden, dass Autos zufahren, halten oder parken können. Das Wohnhaus in der Rathausstraße ist im Besitz der Vereinigten Staaten. Franz Grundwalt, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, stellt die Notwendigkeit der Errichtung einer Sicherheitszone im Falle eines Wohnhauses in einem dermaßen dicht besiedelten Gebiet in Frage und kritisiert zudem, dass für den Schutz der direkten Anrainer, sofern eine ernst zu nehmende Gefahr besteht, nichts getan wird.

"Sicherheitszonen sind grundsätzlich zu befürworten, aber nur dort wo sie nachweislich als sinnvoll zu erachten sind. Dass Botschaften vor Terroraktionen entsprechend abgesichert werden müssen ist verständlich, doch ein Wohngebäude mitten in der Stadt? Auch wenn eine Sicherheitszone errichtet wird, ist in dem dicht besiedelten Gebiet kaum mehr Sicherheit für die Bewohner des besagten Wohngebäudes gegeben. Zudem wären auch die Anrainer im Falle eines Terrorangriffes gefährdet. Um deren Schutz kümmert sich aber niemand", so Franz Grundwalt, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt.

"Wenn dieses Wohngebäude Ziel von Terroraktionen sein kann, wäre die Umsiedelung in ein weniger dicht besiedeltes Gebiet nicht nur für die Botschaftsmitarbeiter sinnvoller, die dort besser geschützt werden könnten, sondern auch für die Anrainer. Wenn schon Wohnhäuser dermaßen geschützt werden, wird die Innere Stadt bald eine einzige Sicherheitszone sein", so Grundwalt abschließend. (Schluss)

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