NEWS zitierte aus dem geheimen Akt des St-Pölten Visitators Küng.

Papier spricht von "strafrechtlichen Konsequenzen für die Seminarleitung". Das Priesterseminar wird als "Freudenhaus für Homosexuelle" bezeichnet.

Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS wird erstmals aus jenem geheimen Akt zitiert, der dem mit der Visitation der Vorfälle im Priesterseminar St. Pölten beschäftigten Bischof Küng vorliegt. Die darin enthaltenen Aussagen bestätigen den in den Öffentlichkeit nach den Vorfällen der letzten Monate entstandenen Eindruck dramatisch: So wird das Priesterseminar von ehemaligen Alumnen als "Freudenhaus für Homosexuelle" bezeichnet.

Weiters geht aus den Papieren hervor, dass der heftig kritisierte Bischof Kurt Krenn erst aktiv wurde, als die Exekutive bereits seit Monaten ermittelte. Dies ist in einem Brief dokumentiert, den Karl Rottenschlager, der Geschäftsführer des christlichen Vereins "Emmaus", am 25. Juni 2004 an Krenn gerichtet hatte. Darin beklagt Rottenschlager auch, dass "im Priesterseminar schwerwiegende Missstände bestehen, die nicht nur kirchenrechtlich sondern auch strafrechtlich weitgehende Konsequenzen haben können".

Rottenschlager erhebt auch den Vorwurf des "Missbrauchs von Abhängigkeitsverhältnissen, welche von der Seminarleitung nicht nur geduldet, sondern seit etwa drei Jahren in mindestens 7 bis 8 Fällen sogar konsequent betrieben wurden."

Regens Ulrich Küchl wird dabei vorgehalten, dass er "durchschnittlich drei bis vier homosexuelle Beziehungen" mit Alumnen unterhalten habe.

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