Knafl zu Telefongebührenbefreiung: Freigrenze für Pflegegeldbezieher muss erhöht werden!

Pflegegeld ab 2005 anpassen!

Wien (OTS) - "Die Freigrenze der Pflegegeldbezieher im Rahmen der Telefongebührenbefreiung muss noch deutlich erhöht werden", so Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, in einer ersten Reaktion auf die gestern neuerlich aufgeflammte aktuelle Diskussion.

Nach dem jetzt vorliegenden Regierungsentwurf sind Pflegegeldbezieher bei einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 112 % des jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatzes nicht mehr von der Telefongebühr befreit. Der Österreichische Seniorenbund verlangt eine Anhebung auf 150 % des jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatzes. Dies bedeutet, dass erst ab einem Einkommen von 980 Euro für Alleinstehende bzw. 1.522 Euro bei Ehepaaren die Befreiung wegfällt.

"Ich sehe auch keine Missbrauchsmöglichkeit, weil ohnehin nur ein Zuschuss in der Höhe der Grundgebühr und einer Stunde Gesprächsgebühr gewährt wird", so Knafl weiter, der allerdings auch eine Ausweitung dieser Regelung auf die Befreiung der ORF-Gebühren fordert, da hier unterschiedliche Regelungen nicht sinnvoll sind.

In diesem Zusammenhang erinnerte Knafl an die im Herbst 2003 gemachte Zusage von BK Dr. Schüssel und BM Mag. Haupt auf Erhöhung des Pflegegeldes ab dem Jahre 2005. "Diese Erhöhung ist nun wirklich überfällig, da das Pflegegeld seit 8 Jahren nicht mehr erhöht wurde und vor allem im Bereich der schweren Pflegefälle bei weitem nicht mehr die tatsächlichen Kosten abdeckt", so Knafl abschließend.

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