"Komm mit nach Varasdin" - und mit dem ORF zur "Gräfin Mariza" nach Mörbisch

"Musi", "Stadl", "Mariza" - Klingendes Burgenland

Wien (OTS) - Die Seefestspiele Mörbisch sind aus dem österreichischen Theatersommer nicht mehr wegzudenken. Tradition hat auch bereits die alljährliche ORF-Übertragung der Operettenevents. Am Samstag, dem 14. August 2004, steht um 21.30 Uhr in ORF 2 und in Stereo eine Aufzeichnung von "Gräfin Mariza" aus der diesjährigen Spielsaison auf dem Programm. Emmerich Kálmáns Operette, die erstmals 1924 am Theater an der Wien aufgeführt wurde und heuer ihr 80-jähriges Bühnenjubiläum feiert, ist bereits seit 15. Juli in Mörbisch zu sehen. In insgesamt 36 Vorstellungen verzaubern Intendant Harald Serafin und sein Team die Besucher der traumhaften Mörbischer Seebühne, die nach einer Renovierung und Gesamtmodernisierung für mehr als 6.000 Operettenliebhaber Platz bietet. Die Operette "Gräfin Mariza", die der ORF nach 1988 zum zweiten Mal in einer Aufzeichnung aus Mörbisch zeigt, besticht nicht nur durch grandiose Melodien und ein internationales Ensemble mit 420 Mitwirkenden, sondern auch durch das einmalige Ambiente.

Die Operette als österreichische Identität

"Das pannonische Klima verleiht den Aufführungen einen besonderen Reiz", betont auch Festspielintendant und "Fürst Populescú"-Darsteller Harald Serafin. Und angesprochen auf seine Seefestspiele als Mekka der Operette, meint Serafin selbstbewusst:
"Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die klassische Operette zu fördern. Es wird Zeit zu erkennen, dass die Operette nicht nur einen wesentlichen Teil der österreichischen Identität darstellt, sondern auch ein bedeutendes Kulturgut unseres Landes ist - auch die 'Gräfin Mariza'."

"Gräfin Mariza" als Beispiel des europäischen Einheitsgedanken

Und wer lässt sich nicht gerne von den zeitlosen Melodien "Komm mit nach Varasdin" oder "Komm Zigány" verführen? Die Operette ist außerdem aktueller denn je - in ihr spürt man den heutigen europäischen Einheitsgedanken: Fürst Populescú (Harald Serafin) ist Rumäne, Baron Zsupán (Marko Kathol) ist Ungar, Fürstin zu Chlúmetz (Mirjana Irosch) und ihr Diener (Edd Sztavjanik) kommen aus Böhmen und der verarmte Graf Tassilo Endrödy-Wittenburg (Nikolai Schukoff) und seine Schwester Lisa (Julia Bauer) könnten Burgenländer sein. Der Komponist Emmerich Kálmán war schließlich Ungar und Österreicher in einer Person und somit die Inkarnation des Doppeladlers schlechthin. Die heurige Aufzeichnung der "Gräfin Mariza" ist bereits die 13. ORF-Übertragung von den Seefestspielen in Mörbisch, die 1960 mit "Der Zigeunerbaron" begann und heuer mit zehn Kameras (Bildregie: Claus Viller) begleitet wird. Zugleich dürfte sie auch eine der erfolgreichsten Mörbisch-Inszenierungen für Harald Serafin werden:
Wurden die Aufführungen der Seefestspiele 1987 von 37.000 Operettenliebhabern gesehen, rechnet der Intendant bei der diesjährigen Inszenierung der "Gräfin Mariza", die noch bis 29. August gespielt wird, mit voraussichtlich insgesamt 220.000 Besuchern.

ORF Burgenland im Zeichen des Operettenzaubers

Nachdem bereits am 11. Juli "Gräfin Mariza"-Bühnenbildner Rolf Langenfass im Rahmen des "Künstlerzimmers" zu Gast in Ö1 war, überträgt Radio Burgenland am Freitag, dem 13. August, zwischen 16.00 und 17.00 Uhr in "Mahlzeit Burgenland" einen Bericht mit Interessantem rund um die diesjährigen Seefestspiele. Am Montag, dem 30. August, zeigt "Burgenland heute" um 19.00 Uhr in ORF 2 die jährliche Einladung des Intendanten nach der letzten Saisonvorstellung.

Serafin, Moik und Prasch: Musikalisches Gipfeltreffen in Mörbisch

Das Burgenland ist auch Schauplatz zweier weiterer Musik-Highlights des ORF-Programms: Der "Musikantenstadl" live von der Seebühne Mörbisch und "Wenn die Musi spielt" präsentieren das östlichste Bundesland Österreichs von seiner musikalischen Seite. Vorab statteten Karl Moik und Arnulf Prasch Intendant Harald Serafin schon einmal einen Besuch in Mörbisch ab, dabei konnten sich die Moderatoren selbst ein Bild von den gigantischen Ausmaßen der Bühne im Neusiedlers See machen. Der "Stadl" gastiert am Samstag, dem 26. September, um 20.15 Uhr in ORF 2 auf der Seebühne - zu Gast bei Karl Moik sind unter anderem Toni Stricker, DJ Ötzi, die Seer und Harald Serafin mit seinem "Lustige Witwe"-Ensemble, das einen kleinen Vorgeschmack auf die Saison 2005 gibt. Bereits am Samstag, dem 11. September, präsentiert Arnulf Prasch um 20.15 Uhr in ORF 2 in "Wenn die Musi spielt" einen launigen Streifzug durch das Burgenland. Prasch: "Das Burgenland ist eine der vielfältigsten Regionen, die ich im Rahmen meiner 'Musi'-Sendungen kennen gelernt habe. Ob rund um den Neusiedler See, im Mittelburgenland oder ganz im Süden, überall habe ich interessante Landschaften entdeckt und nette Leute getroffen." Zu Gast sind unter anderem Sigrid & Marina, Reiner Kirsten, Sheila, Kurt Elsasser, das Nockalm Quintett, das Ensemble Honved Együttes sowie die Paldauer.

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