"Modern Times Gesundheit" am 13. August im ORF: Was Migräne auslöst

Wien (OTS) - Elisabeth Vogel präsentiert das
ORF-Gesundheitsmagazin am Freitag, dem 13. August, um 22.35 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Was Migräne auslöst

Psychische und physische Verspannungszustände sind die Hauptursachen für Migräne. An der neurologischen Abteilung der Medizinischen Universität in Wien wurden Auslösefaktoren und mögliche Gegenstrategien erstmals genau überprüft. Das Ergebnis: Die Auslöser wurden lange Zeit falsch eingeschätzt. So spielen Nahrungsmittel wie Süßigkeiten keine große Rolle, ihnen wurde bisher große Bedeutung beigemessen. Wenn die Therapie genau auf die Ursachen abgestimmt wird, lassen sich überraschende Ergebnisse erzielen - oft ohne Medikamente. Zum Beispiel mit kurzen Entspannungsübungen. Migräne zählt zu den häufigsten chronischen Kopfschmerzarten. Fast jede vierte Frau leidet darunter, unter Männern jeder vierzehnte. Die Anzahl der Kinder, die zeitweise von Migräne gequält werden, nimmt stetig zu.

Neue Zahnspangen

Neu entwickelte Zahnspangen läuten einen neuen Trend in der Zahnmedizin ein: Künftig werden die Zähne mit weniger "Gewalt" in Reih und Glied gebracht. Mit konventionellen Zahnspangen und der bisher angewendeten Technik besteht die Gefahr, dass durch zu viel Druck auf die Zähne die Wurzeln beschädigt werden. Zahnärzte sehen das Problem der Zahnfehlstellungen ganzheitlich. Genau wie ein kranker Zahn den gesamten Organismus durcheinander bringen kann, können sich Störungen im Körper auf die Zähne auswirken.

Abstandhalter gegen Kreuzschmerzen

Durch einen nur wenige Minuten dauernden unkomplizierten Eingriff können Menschen von Kreuzschmerzen befreit werden. Ältere Menschen leiden häufig an Rückenschmerzen, die durch einen verengten Wirbelkanal verursacht werden. Im Orthopädischen Spital Speising wird ein "Abstandshalter" zwischen die Dornfortsätze der schmerzenden Wirbel eingesetzt. Schmerzen, Gleichgewichtsstörungen und Gehprobleme werden dadurch deutlich gelindert. Die Patienten können meistens noch am Tag des Eingriffs nach Hause gehen. Bisher waren aufwendige Operationen und längere Krankenhausaufenthalte notwendig.

Der Krampf mit den Krampfadern

Beinahe jede zweite Frau und jeder vierte Mann leiden unter Krampfadern. Die kranken Venen sind nicht nur ein Schönheitsproblem. Als gefährliche Spätfolgen drohen Beingeschwüre und Thrombosen. Neue sanfte Behandlungsmethoden sollen jetzt den Betroffenen die Angst vor der Krampfadern-Operation nehmen. Unter Lokalanästhesie genügt ein winziger Schnitt und manchmal sogar nur ein kleiner Stich, um die kranken Venen zu entfernen. Studien zeigen, dass die schonenden Eingriffe sogar bessere Langzeiterfolge haben als die bisher übliche große Krampfadern-Operation.

Akupunktur gegen Geburtsschmerzen

Eine Geburt ohne Schmerzen. Das ist der Wunschtraum vieler werdender Mütter. Bisher war das nur mit medizinischen Eingriffen wie einem Kaiserschnitt oder Narkosemitteln möglich. Auf der Geburtenstation des Wiener Krankenhaus Lainz werden neue Wege eingeschlagen. Erstmals kann den Müttern der Geburtsschmerz auf natürliche Weise und ohne Nebenwirkungen genommen werden: durch Elektroakupunktur. Die elektrische Stimulation von Akupunkturpunkten während des Geburtsvorganges dämpft die Schmerzen. Mutter und Kind können so schwere Geburtstraumata erspart bleiben.

Darmschrittmacher hilft bei Verstopfung

Knapp ein Drittel der österreichischen Bevölkerung leidet gelegentlich oder ständig an Verstopfung. Frauen häufiger als Männer, die über 60-Jährigen sind von dem Problem besonders betroffen. Der Leidensdruck ist enorm hoch: Völlegefühl, Bauchschmerzen und Übelkeit werden zum ständigen Begleiter der Betroffenen. Bei chronischer jahrelanger Erkrankung drohte bisher die Teilentfernung des Darms. Österreichischen Ärzten ist es nun gelungen, den Darm mit einem Implantat wieder zum Arbeiten zu bringen. Elektrische Impulse stimulieren die Darmnerven und bringen die Verdauung wieder in Schwung.

Mikrowelle gegen Prostatabeschwerden

Jeder zweite Mann über sechzig und nahezu jeder jenseits der siebzig hat eine vergrößerte Prostata. Manche Männer wissen und spüren gar nichts davon. Bei vielen jedoch geht die Veränderung dieser kastaniengroßen Drüse mit erheblichen Beschwerden einher. Das Entleeren der Blase macht Probleme, ein ständiger Harndrang schränkt die eigene Mobilität ein, Harnwegsinfektionen können sich einstellen. Im fortgeschrittenen Stadium löst eine vergrößerte Prostata manchmal eine äußerst schmerzhafte Harnsperre aus und langfristig kann auch Nierenversagen drohen. Mediziner können solche ernsten Folgen rechtzeitig verhindern. Dazu wird das überschüssige Gewebe operativ abgetragen und die Prostata wieder auf normale Größe gebracht. Nicht für alle aber kommt dieser endoskopische Eingriff in Frage. Denn für körperlich labile oder kranke Männer stellt die Narkose ein zu hohes Risiko dar. Doch auch diese Patientengruppe kann jetzt von ihren Prostatabeschwerden befreit werden. Mit Hilfe von Mikrowellen wird das überschüssige Gewebe innerhalb von 20 bis 60 Minuten zerstört.

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