Steibl: Familienhospizkarenz nicht an Zahlen messen

"Einzigartige Leistung in Europa" nicht durch Zahlenspiele bagatellisieren

Wien, 9. August 2004 (ÖVP-PK) Erschrocken zeigte sich heute ÖVP-Familiensprecherin Abg.z.NR Ridi Steibl über den medialen Versuch, die Familienhospizkarenz durch Zahlenspielerei schlecht zu machen. "Ein Angebot, wie die Familienhospizkarenz, soll man nicht daran messen, wie viele Menschen es bisher in Anspruch genommen haben", so Steibl. "Wichtig ist, dass es überhaupt die Möglichkeit, sterbende Angehörige in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, gibt. Selbst wenn dieses Angebot im Jahr 2003 nur von einigen hundert Menschen in Anspruch genommen wurde, so ist es für diese Menschen dennoch eine gewaltige Hilfe und Erleichterung, dass sie nicht um ihren Job bangen müssen", so Steibl. ****

"Ich finde es befremdlich, wenn man ausgerechnet bei so einem heiklen Thema beginnt aufzurechnen und eine Wertung durch Zählung der Fälle vorzunehmen", so Steibl. Sozialpolitik sei nicht immer in Zahlen messbar, "weil sie auch Rücksicht auf individuelle Schicksale und Lebenssituationen nimmt". Steibl erinnerte daran, dass die Möglichkeit der Familienhospizkarenz, samt ihren umfangreichen Begleitmaßnahmen, ein Modell sei, "das in ganz Europa einzigartig ist und um das uns viele andere Länder beneiden". "Nirgendwo haben Menschen, die ihre sterbenden Angehörigen pflegen und begleiten wollen, eine derartige soziale Absicherung, wie in Österreich", so Steibl, die abschließend ein wenig mehr Behutsamkeit bei diesem Thema, auch von Seiten der Medien, einforderte.

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