Oxonitsch zum Hiroshima-Tag: "Gedenken an die Opfer darf niemals zur Routineübung werden!"

Grußbotschaft des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs zum Hiroshima-Gedenktag 2004

Wien (SPW-K) - "Das Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe darf niemals zur Routineübung werden - es muss immer wieder ein Aufruf zu mehr Wachsamkeit und Hellhörigkeit für die Entstehung neuer atomarer Gefahren, für die Entwicklung neuer Krisenherde sein", betont der Vorsitzende des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs, Christian Oxonitsch, am Vortag des Hiroshima-Gedenktages 2004. ****

An die TeilnehmerInnen der traditionellen Veranstaltung der Friedensbewegung zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe richtet der Klubvorsitzende im Namen des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs folgende Grußbotschaft:

"Krieg und bewaffnete Auseinandersetzungen gehören leider auch 59 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki noch immer nicht der Vergangenheit an. Das Beispiel Irak zeigt, wie schnell Krisenherde außer Kontrolle geraten können und wie schwer "Frieden" tatsächlich umsetzbar ist. Atomwaffen sind - verfolgt man auch die Rhetorik der neu entstandenen Atommächte wie Indien, Pakistan oder Nordkorea - nach wie vor eine Bedrohung für unsere Welt. Neue Gefahren gehen auch vom weltweit gestiegenen Terrorismus aus - der Einsatz von atomaren Waffen bildet hier ein reales Bedrohungsszenario.

Deshalb darf und kann das Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe niemals zur Routineübung werden - es muss immer wieder ein Aufruf zu mehr Wachsamkeit und Hellhörigkeit für die Entstehung neuer atomarer Gefahren, für die Entwicklung neuer Krisenherde sein. Die Namen Hiroshima und Nagasaki stehen heute für die erschütterndsten Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts - und sie sollten für uns zugleich Aufgabe und Botschaft für die Zukunft sein: Nur gemeinsam können wir dazu beitragen, dass sich ein derart furchtbares Ereignis nicht mehr wiederholt. Zur Abschaffung aller Atomwaffen gibt es keine vernünftige Alternative.

Es sollte uns deshalb - vor allem auch in unserer Arbeit - ein Anliegen sein, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und auf die fatale Wirkung von Atomwaffen hinzuweisen. Die Mitglieder des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs treten gegen einen neuen atomaren Rüstungswettlauf ein. Nur wenn wir in Mittel der zivilen Konfliktvermeidung, eine enge zwischenstaatliche Zusammenarbeit, aber auch in soziale Gerechtigkeit und Solidarität investieren, können weitere kriegerische Auseinandersetzungen verhindert werden. Alle internationalen Bemühung um eine Ächtung und Vernichtung aller Atomwaffen sind deshalb bedingungslos zu unterstützen!" (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Michaela Zlamal
Tel.: (01) 4000-81930
Mobil: 0664 826 84 31
michaela.zlamal@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10001