ÖAMTC verlangt sofortige Erhöhung des Kilometergeldes auf 45 Cent

Hohe Spritpreise erfordern preisbewusstes Tanken und optimale Fahrweise

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Die jüngste Spritpreis-Erhöhung an den BP-Tankstellen kam wie das Amen im Gebet", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Sämtliche Benzinsorten sind um zwei Cent, Diesel sogar um vier Cent teurer geworden. Wie eine aktuelle ÖAMTC-Spritpreis-Erhebung in den Bundesländern ergeben hat, liegen die Höchstpreise für den Liter Superbenzin (95 Oktan) österreichweit derzeit bei 1,029 Euro, für Diesel bei 0,899 Euro. "Wiederum können wir den Autolenkern nur empfehlen, auf preisbewusstes Tanken bei Billiganbietern zu setzen", sagt Brugger-Brandau. "Für die Autofahrer, die das Privatauto für Aufträge ihres Dienstgebers verwenden, fordert der ÖAMTC eine sofortige Erhöhung des Kilometergeldes."

Eine Anhebung auf 45 Cent pro gefahrenem Kilometer ist mehr als überfällig, weil Autofahren überproportional teurer geworden ist als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Seit 1997 beträgt das Kilometergeld unverändert nur 36 Cent. Der Betrag deckt schon lange nicht mehr die Kosten für die Autofahrer durch Autobahnvignette, Preissteigerungen bei den Kraftstoffen und damit der höheren Mehrwertsteuer sowie gestiegene Abgaben, wie z.B. die Mineralölsteuer.

Weiterhin auf günstige Tankmöglichkeiten setzen

"Teure Tankstellen meiden, nur mehr bei günstigen Anbietern tanken", empfiehlt Brugger-Brandau. Dass es auch preiswerte Tankmöglichkeiten gibt, zeigt die aktuelle Erhebung der günstigsten Spritpreise je Bundesland.

Superbenzin Diesel Burgenland 0,944 0,754 Kärnten 0,929 0,737 NÖ 0,899 0,739 OÖ 0,949 0,729 Salzburg 0,968 0,769 Steiermark 0,914 0,746 Tirol 0,899 0,729 Vorarlberg 0,939 0,739 Wien 0,919 0,759

Mit dem Spritpreis-Service http://www.oeamtc.at/sprit/ informiert der ÖAMTC über die günstigsten Spritpreise österreichweit. Wer über keinen Internetzugang verfügt, kann Preisinfos auch unter der Telefonnummer 0810-120-120 einholen. Wöchentlich aktualisieren 2.600 beim ÖAMTC registrierte Spritpreis-Melder auf der Homepage des Clubs zirka 1.000 Tankstellen österreichweit. Die Preise von weiteren 500 Tankstellen werden von den Tankstellenbetreibern selbst auf den neuesten Stand gebracht.

Durch optimale Fahrweise Sprit sparen

Sparen beim Kraftstoffverbrauch kann man auch durch entsprechende Fahrweise. Einsparungen bis zu 20 Prozent sind möglich:

  • "Spritfresser", wie zu niederer Reifendruck oder unnötiger Ballast an Bord, gehören beseitigt. Ebenso sollen die Dachbox oder der Fahrradträger nach Gebrauch wieder herunter von Dach.
  • Fahren im höchstmöglichen Gang. Möglichst früh hoch und möglichst spät herunter schalten, wirkt sich ebenfalls günstig auf die Tankfüllung aus. Unter zirka 1.500 Umdrehungen/min sollte die Motordrehzahl aber nicht fallen.
  • Vorausschauend, flüssig und intelligent fahren. Hier sollte man sich den alten ÖAMTC-Slogan "Gleiten statt hetzen" in Erinnerung rufen. Wird genügend Abstand zum Vordermann gehalten, können Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgeglichener werden. Überhöhtes Tempo auf der Autobahn kostet nicht nur Strafe, sondern auch mehr Kraftstoff pro gefahrenem Kilometer. Außerdem sollte bei jeder Gelegenheit - beim Bergabfahren oder beim Annähern an eine rote Ampel - die Motorbremswirkung genutzt werden.
  • Motor nicht unnötig laufen lassen, wenn das Auto steht. Beim Warten vor einem Bahnübergang oder bei einer Liefertätigkeit wird sinnlos Kraftstoff verbraucht, wenn der Motor im Stand läuft.
  • Regelmäßige Fahrzeugchecks. Das Auto muss in einem einwandfreien Zustand sein, damit der Spritverbrauch optimal ist. Jedenfalls sollten technische Mängel, wie alte Zündkerzen, ein verdreckter Luftfilter oder fehlerhafte Elektronik, unbedingt beseitigt werden.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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