Motz: Wiederinbetriebnahme des Kraftwerkes Korneuburg würde Energiereserven verfügbar machen

Modernisierte Anlage soll teure Stromimporte und zunehmende Atomstrom Abhängigkeit vermeiden helfen

St. Pölten, (SPI) - Die Wiederinbetriebnahme des seit vielen Jahren stillgelegten thermischen Kraftwerkes Korneuburg fordert der Energiesprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Wolfgang Motz. "Durch eine Modernisierung der vorhandenen, aber derzeit zum Teil stillgelegten Kraftwerksblöcke, die sich in unmittelbarer Nähe des ‚Großabnehmers' Bundeshauptstadt Wien befinden, würden nicht nur Versorgungsengpässe rasch abgedeckt werden können. Durch die kurzfristig einsetzbare Energiereserve des Kraftwerkes können auch mögliche Stromausfälle und teure Stromimporte vermieden werden. Österreich hat sich in den letzten 15 Jahren von einem Stromexport-zu einem Stromimportland entwickelt. Die Nutzung inländischer Kraftwerke soll zurück zu einer gewissen Selbstständigkeit der österreichischen Stromerzeugung führen. Anderenfalls würde Österreich künftig noch mehr vom Ausland und damit vom Atomstrom abhängig werden. Wenn der Verbund- und der EVN-Block des Kraftwerkes Korneuburg wieder ans Netz gingen, würden zudem wertvolle Arbeitsplätze für die Region geschaffen", so Motz in einer Stellungnahme.****

Im Interesse der Versorgungssicherheit im Inland spricht Motz auch von der Notwendigkeit einer "Kurskorrektur in der Energiepolitik". "In den letzten Jahren ist die österreichische Energiepolitik vor allem in Folge der Liberalisierung unter Druck geraten. Eine der Folgen war, dass der Zusammenbruch des gesamten elektrischen Versorgungsnetzes mehrmals gerade noch verhindert werden konnte. Unverzichtbar ist deshalb die Stärkung des Leitungsnetzes durch die Errichtung der längst überfälligen 380 kV-Leitung zwischen dem Burgenland und der Steiermark", so Motz, der auch die derzeitige Diskussion um die Ökoenergie, vor allem aber um die Windenergie, kritisch hinterfragt.

"Da kein noch so gut gemeintes Umweltprogramm den Wind verpflichten kann, ständig zu wehen, ist es notwendig, für die rund 1.000 Megawatt, die mit Windkraft derzeit in Niederösterreich erzielt werden bzw. geplant sind, einen gleichwertigen Ersatz bereitzuhalten. Die Windleistung liege insbesondere in den Nachtstunden deutlich über der Netzlast, was zur Folge hat, dass bis zu 1.000 MW über das Verbundnetz zu den übrigen Bundesländern exportiert werden müssen. Die Windkraft ist eine sinnvolle Ergänzung der konventionellen Stromerzeugung, produziert aber durch ihren konzentrierten Auftritt in Ostösterreich am Bedarf vorbei. Viele Anlagen sind ‚umweltmäßig nett, aber ohne wirtschaftliche Bedeutung'. Deshalb sollte man auch überlegen, mit der Förderung ineffizienter Windenergieanlagen Schluss zu machen. Im übrigen muss sich auch die Ökoenergie bemühen, marktfähig zu werden. Es kann nicht sein, dass der Konsument für Ökoenergie deutlich mehr bezahlen muss als für die ebenso saubere Wasserkraft", so Motz abschließend.
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