Verzetnitsch zum Hiroshima-Tag: "Institution des Krieges überwinden"

"Menschen haben einen Anspruch auf Frieden und soziale Sicherheit."

Wien (ÖGB). (OTS) - "Wir müssen die 'Institution des Krieges' endlich überwinden. Die ersten Jahre des neuen Jahrtausends haben uns diese Notwendigkeit erschreckender und eindringlicher denn je vor Augen geführt", zitiert ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch den deutschen Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker anlässlich des morgigen Hiroshima-Gedenktages. "Die Antwort auf den 11. September 2001 war der 'Krieg gegen den Terror' und die Folge war noch mehr und schrecklicherer Terror. Und im Namen der 'Terrorbekämpfung' findet in vielen Ländern der Welt sinnloses und grausames Blutvergießen statt."++++

Der einzig verbliebenen Weltmacht nach dem Ende des "kalten Krieges" sei es vorbehalten geblieben, im Namen der Demokratie einen Angriffskrieg zu führen, so Verzetnitsch weiter. Gegner und Skeptiker würden als "das alte Europa" verspottet. In Folge wachse der tägliche Terror weit über den Irak hinaus, Folter fände im Namen der Demokratie statt.

"Als GewerkschafterInnen sind wir überzeugt, dass es eine Alternative gibt. Frieden, soziale Sicherheit, das Recht auf Arbeit und ausreichendes Einkommen, das sind für uns keine Schlagworte, sondern der Anspruch unseres Wirkens. Als RepräsentantInnen des ÖGB verstehen wir uns als Teil der europäischen und weltweiten Gewerkschaftsbewegung. Das Gedenken an Hiroshima und Nagasaki ist für uns eine zusätzliche Aufforderung, uns Tag für Tag einzusetzen, um die 'politische Institution des Krieges' zu überwinden. Gemeinsam mit allen die den Frieden wollen", so der Verzetnitsch abschließend.

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ÖGB, 5. August 2004 Nr. 540

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