Direktor des NÖ Donauklinikums für Gewalt in der Erziehung

Krismer: "Ein klarer Fall für die Disziplinarkommission"

St.Pölten (Grüne) - "Als unerträglich und ein klarer Fall für die Disziplinarkommission", so kommentiert die Grüne LAbg. Helga Krismer die Aussagen des ärztlichen Direktors des NÖ Donauklinikums. In einem Interview in den "Niederösterreichischen Nachrichten" spricht sich Chef-Psychiater Gerd Eichberger für "körperliche Konfrontation" und die Einsetzung von "Ohrfeigen" aus. Eichberger auf die Frage, ob man Aggression nur mit Gegengewalt in den Griff bekommen kann: "Genau so ist das. Eine gepflegte, maßvolle Ohrfeige wäre die adäquate Reaktion auf die ersten gewaltsamen Ausbrüche junger Menschen. Die sanfte Gegengewalt müsste schon in den Volksschulen einsetzen..."

Krismer: "Körperliche Gewalt ist niemals ein Mittel, um Kinder zu erziehen. Körperliche Gewalt führt immer nur zu neuer Gewalt. Seit Daniel Gottlieb Schreber wissen wir, wozu es führt, wenn sich Mediziner in die Pädagogik einmischen." Die Grünen erinnern in diesem Zusammenhang an die zahlreichen Kindesmisshandlungen, die derzeit vor Gericht verhandelt werden. "Wir wollen nicht mehr zurück in die Zeit der schwarzen Pädagogik. Ein ärztlicher Direktor mit derartigen Ansichten ist völlig fehl am Platz. Der zuständige Landesrat hat dringenden Handlungsbedarf", so die Grüne Gesundheitssprecherin abschließend.

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