Arbeitslosenzahl lag im Juli nur mehr leicht über Vorjahresniveau

Arbeitslosenquote sank von 5,8 % im Vorjahr auf 5,7 % - Rückgänge bei den Männern und Produktionsberufen - Zuwächse bei den Frauen und im Dienstleistungsbereich

(Wien, OTS) – Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich hat sich deutlich verringert. Ende Juli lag die Arbeitslosenzahl mit insgesamt 200.912 Personen nur mehr geringfügig über dem Wert des Vorjahres (plus 985 oder 0,5 %). Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der Jobsuchenden um 1.875 Personen oder 0,9 %. Im Juli blieb die Arbeitslosenquote nach EU-Kriterien gegenüber dem Vormonat unverändert von 4,2 %. Damit hatte Österreich gemeinsam mit Luxemburg die niedrigste Arbeitslosigkeit in den EU-Staaten. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung lag mit 5,7 % im Juli einen Zehntelprozentpunkt unter dem Wert des Vorjahres.

Im Juli sank die Zahl der arbeitslosen Männer auf 105.491 (minus 511 oder 0,5 %), während die Frauenarbeitslosigkeit auf 95.421 Jobsuchende (plus 1.496 oder 1,6 %) zunahm. Die Dynamik am Arbeitsmarkt ist gegenüber Juli des Vorjahres weiter gestiegen. Im Lauf des Monats gab es insgesamt 62.073 Zugänge (plus 3.753 oder 6,4 %) und 70.934 Abgänge (plus 4.856 oder 7,3 %) aus der Arbeitslosigkeit.

Im Juli weiter gestiegen ist auch die Zahl der offenen Stellen. Im Lauf des Monats wurden beim AMS insgesamt 22.861 offene Stellen gemeldet, um 1.774 oder 8,4 % mehr als im Vorjahr. Im selben Zeitraum gingen 23.356 offene Stellen ab, im Durchschnitt wurde
eine offene Stelle innerhalb von 35 Tagen besetzt.

Nach Berufen betrachtet sank die Zahl der Jobsuchenden in Produktionsberufen auf 55.283 (minus 1.206 oder 2,1 %). Die größten Rückgänge gab es bei den Metall- und Elektroberufen, Zuwächse gab es nur im Bereich der Hilfsberufe. Bei den Saisonberufen kam es zu einem leichten Anstieg der
Arbeitslosigkeit auf 30.467 Jobsuchende (plus 272 oder 0,9 %). Während im Baubereich die Arbeitslosigkeit sank (minus 415 oder
3,9 %), stieg die Zahl der Jobsuchenden im Fremdenverkehr (plus
797 oder 4,6 %). Bei den Dienstleistungsberufen, die den größten Anteil an der Arbeitslosigkeit ausmachen, stieg die Zahl der Jobsuchenden auf 114.930 (plus 1.945 oder 1,7 %). Lehr-, Kultur-, Reinigungs- und Gesundheitsberufe waren vom Anstieg am stärksten betroffen, bei den Büro- und Verkehrsberufen ging die Arbeitslosigkeit leicht zurück.

Zurückgegangen ist die Arbeitslosenzahl sowohl bei den unter 25jährigen Personen (minus 1.446 oder 4,3 %) als auch bei den über 45jährigen (minus 2.689 oder 4,2 %). Bei den Personen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren nahm die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahr um 5.120 oder 5 % zu.

Regional betrachtet stieg die Arbeitslosigkeit am relativ
stärksten in Niederösterreich (plus 3,9 % oder 1.295 Personen) und im Burgenland (plus 3,2 % oder 196). In Wien gab es nur einen leichten Arbeitslosenanstieg (plus 0,5 % oder 410). Zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit in der Steiermark (minus 6 % oder 1.686) und in Salzburg (minus 0,9 % oder 75 Personen).

Der Jahreszeit entsprechend stieg die Zahl der
Lehrstellensuchenden stark an: Ende Juli waren beim AMS 9.507
sofort verfügbare Lehrstellensuchende und 2.745 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sank damit sowohl die Zahl der Lehrstellensuchenden (minus 234 oder 2,4 %),
als auch die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen (minus 371
oder 11,9 %).

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