ÖAMTC fordert: Aus Mineralölsteuer-Mehreinnahmen Partikelfilter für Dieselautos fördern

Jeder neuzugelassene "rußfreie" Diesel könnte mit 600 Euro unterstützt werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Geld für eine staatliche Förderung von Dieselautos mit Partikelfiltern wäre genug da: Die Mehreinnahmen aus der seit Jahresanfang erhöhten Mineralölsteuer allein für schwefelfreien Dieselkraftstoff betragen pro Jahr - ohne Mehrwertsteuer - rund 140 Millionen Euro, das ergaben Berechnungen des ÖAMTC. "Damit könnten praktisch alle Diesel-Neuzulassungen mit je 600 Euro gefördert werden", sagt die Verkehrswirtschaftsexpertin des Clubs Elisabeth Brugger-Brandau. "Es ist hoch an der Zeit, dass die Politik diese Mehreinnahmen aus der Mineralölsteuer-Erhöhung sinnvoll weiterverwendet."

Per 1. Jänner 2004 wurde die Mineralölsteuer auf alle Spritsorten erhöht, und zwar um zwei Cent je Liter schwefelfreien Diesel und um einen Cent je Liter schwefelfreien Benzin. Die Mehreinnahmen in den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres aus Mineralölsteuer und darauf entfallende Mehrwertsteuer betragen bereits 154 Millionen Euro. Dazu kommen noch weitere 24 Millionen Euro aus den zusätzlichen Mehrwertsteuer-Einnahmen durch die Steigerung der Produktpreise.

"Von diesen Mehreinnahmen soll nicht allein die Staatskasse profitieren, sondern in erster Linie die Umwelt. Der ÖAMTC verlangt, dass das Geld jenen Autofahrern zu Gute kommt, die sich freiwillig für die fortschrittliche Technologie zur Emissionsreduktion entscheiden", sagt Brugger-Brandau. Ähnlich wie einst bei der Einführung des Katalysators sollten auch beim Partikelfilter die Mehrkosten durch Förderung abgegolten werden, um möglichst rasch den Bestand an Dieselfahrzeugen rußfrei zu machen. Die EU-Abgasregelung, die so strenge Grenzwerte vorschreibt, wie sie ein Partikelfilterauto erfüllt, wird frühestens in fünf bis sechs Jahren wirksam. Österreich kann für eine bessere Luftqualität im Alleingang keine strengeren Vorschriften erlassen, daher ist ein Anreiz durch eine Förderung für eine rasche freiwillige Anschaffung schadstoffarmer Dieselfahrzeuge mit niedrigen Partikel- und Stickoxid-Emissionen notwendig. "An einem derartigen ökologischen Beschleunigungsvorgang sollte die Bundesregierung auch großes Interesse haben", so Brugger-Brandau. "Eine Förderung muss kommen."

Bis zur Einführung einer staatlichen Förderung bietet der ÖAMTC gemeinsam mit Raiffeisen-Leasing eine eigene Förderungsaktion als Anreiz zum Kauf von Dieselfahrzeugen mit modernen Abgasreinigungsanlagen. Dadurch ersparen sich alle, die ihr Dieselfahrzeug mit Partikelfilter durch ÖAMTC-Leasing finanzieren, 300 Euro. Die Ersparnis von 300 Euro gibt es beim Kauf eines Neuwagens ebenso wie beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges mit Partikelfilter. Aber auch beim nachträglichen Einbau eines Partikelfilters in ein durch einen neuen ÖAMTC-Leasing-Vertrag finanziertes Fahrzeug kann man 300 Euro Ersparnis lukrieren.

"Mit dieser privatwirtschaftlichen Förderaktion will der Club gemeinsam mit Raiffeisen-Leasing einen Anreiz zur rascheren Erneuerung des heimischen Diesel-Fuhrparks schaffen und damit für eine bessere Luftqualität sorgen", sagt Brugger-Brandau. Die Abwicklung der jeweiligen Leasing-Vereinbarung erfolgt über die ÖAMTC-Dienststellen.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001