AK Test Direktbanken: Attraktive Sparzinsen, aber mitunter hohe Spesen

Zwischen 1,5 und 2,5 Prozent für täglich fällige Spareinlagen

Wien (OTS) - Direktbanken, also die ihre Bankgeschäfte über Telefon, Internet oder Fax abwickeln, bieten im Schnitt attraktivere Sparzinsen an als Banken mit einem Filialnetz. Jedoch sollten Sparer auf Spesenfallen achten, die den Zinsertrag erheblich schmälern können, warnen die AK Konsumentenschützer. Ein aktueller AK Test bei 4 Direktbanken zeigt: Die Sparzinsen für täglich fällige Spareinlagen liegen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent - bei allen 18 untersuchten Banken in Wien zwischen 0,125 und 2,5 Prozent.

Wie hoch sind die Sparzinsen der Direktbanken bei täglich fälligen Spareinlagen?

Bank Produktname Zinssatz pro Jahr Spesen Ing-Diba Austria Direkt-Sparen 2,50 Prozent keine Direktbank.at Pluskonto 1,75 Prozent 10 Euro Schlie- ßungspesen easybank Easy-Bonus 1,50 Prozent keine Generali-Bank Ertragskonto 1,50 Prozent 4 Euro/Quartal

Die Sparzinsen für täglich fälliges Geld bei den Direktbanken sind an keine Mindestsparsumme geknüpft und im Vergleich zu den Banken mit einem klassischen Filialnetz auf den ersten Blick attraktiver. Jedoch können Kontoführungs-, Schließungs- und Kartengebühren den Ertrag auffressen, rät die AK. Ein Beispiel zeigt: Ein Sparer legt 2.500 Euro als Reserve auf ein Sparbuch (oder Sparkonto), die Verzinsung macht 1,75 Prozent aus. Bei einer jährlichen Kontoführungsgebühr von 16 Euro schrumpft der Zinssatz durch die Spesen auf 1,11 Prozent (vor Kapitalertragssteuer). Die Spesenfalle klappt vollständig zu, wenn bei Auflösung des Kontos nach einem Jahr noch eine Schließungsgebühr von 10 Euro hinzukäme: Die scheinbare Rendite von 1,75 Prozent würde halbiert und auf 0,71 Prozent (vor Kapitalertragssteuer, nach Spesen) sinken.

Die besten Sparzinsen und anfallende Spesen finden Konsumenten auf der AK Homepage unter www.bankenrechner.at. 18 Banken bieten 46 Sparprodukte - Sparbücher, Sparcards und Sparkonten - an mit Zinsen von 0,125 bis 2,5 Prozent. Bei rund der Hälfte der Angebote ist eine Mindestsparsumme nötig, von fünf Euro bis 200.000 Euro. So gibt es z.B. am Save-Sparbuch der Volksbank Wien erst ab einer Einlage von 200.000 Euro einen Zinssatz von 2,25 Prozent.

Die AK rät Sparern vor Abschluss eines Sparbuchs, zuerst die eigenen Sparziele, -summen und Bindungsfristen festzulegen. Auf www.bankenrechner.at können sie individuelle Sparzinsenrankings nach der Art der gewünschten Verzinsung (fix oder variabel), Bindungsfrist (von täglich fällig bis 7 Jahre), Einlagenart (Einmalerlag oder laufendes Sparen) sowie dem Bundesland erstellen. Bei jedem Sparprodukt sind unter "Produkt-Details" die Bankstammdaten, Produktbedingungen sowie die Spesen
erfasst.

SERVICE: Mehr Sparzinsen der Direktbanken für Spareinlagen für 6 Monate, 1, 2 und 3 Jahre auf der AK Homepage unter www.konsumentenschutz.at.

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Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
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