SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: Oberösterreichisches Vorbildmodell für Facharbeiter(innen)ausbildung

Frais: "Auch voestalpine sieht Bedarf und bildet mehr Lehrlinge aus".

Linz (OTS) - Die Steigerung der Lehrlingsausbildungsquoten durch
die voestalpine untermauert die SP-Forderung nach einer verstärkten Facharbeiter(innen)ausbildung in Oberösterreich, betont SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. "Die vorhandenen beschäftigungslosen Arbeitskräfte sollen fachlich qualifiziert werden und so eine neue Chance am Arbeitsmarkt erhalten, anstatt dass Billigarbeiter aus den neuen Beitrittsländern geholt werden. Für diese wichtigen Qualifizierungsmaßnahmen, die gemeinsam mit dem AMS erfolgen sollen, sind Budgetmittel nötig, die entsprechend der kompetenzmäßigen Aufgabenverteilung der Bund zu tragen hat", so Frais. Es wäre der falsche Weg, wenn man versuchen würde, Facharbeiter(innen) aus den EU-Erweiterungsländern nach Österreich abzuwerben, während viele Österreicher(innen) arbeitslos blieben.

Ständigen Forderungen der Oö. Wirtschaft und auch der Beschäftigungsprognose der AK Oberösterreich ist zu entnehmen, dass

insbesondere im Facharbeiter(innen)bereich ein steigender Bedarf an fachlich ausgebildeten Arbeitnehmer(innen) besteht. Dem gegenüber steht eine immer größer werdende Zahl an Arbeitslosen und die Tatsache, dass seit Jahren die finanziellen Mittel des AMS Oberösterreich für Qualifizierungsmaßnahmen zurückgehen.

"Durch diese permanenten Reduzierungen der Finanzmittel können etwa Maßnahmen für die Ausbildung von Facharbeiter(inne)n oder Maßnahmen für lehrstellensuchende Jugendliche nicht mehr in dem erforderlichen Ausmaß durchgeführt werden", erklärt Frais. Aufgabe des Landes Oberösterreich sei es daher, darauf einzuwirken, dass seitens des Bundes dem Arbeitmarktservice Oberösterreich für diese Schwerpunktaktion mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden.

"Sollte dies aber nicht gelingen und könnte dadurch der Qualifizierungsbedarf der nächsten Jahre nicht abgedeckt werden, wäre das Land Oberösterreich gefordert, entsprechende Mittel einzusetzen. Die von Wirtschaftskreisen geforderte vorgezogene Öffnung des Arbeitsmarktes für Fachkräfte aus den neuen EU-Ländern ist daher abzulehnen und stattdessen die Deckung des Fachkräftebedarfs durch Ausbildung und Beschäftigung heimischer Arbeitsloser anzustreben", so der SP-Klubchef.

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