Lunacek: Lesbisch-schwule Europameisterschaften Signal für offene Gesellschaft

Österreichische Grüne Abgeordnete gewinnt in München 6 Medaillen im Schwimmen

Wien/München (OTS) "Die lesbisch-schwulen Meisterschaften haben einmal mehr bewiesen, dass öffentliche Sichtbarkeit und sportliche Leistung verbunden werden kann," bilanziert Ulrike Lunacek, die am Sonntag in München zu Ende gegangenen 9. Eurogames, die lesbisch-schwulen Europameisterschaften. Lunacek, selbst 6-fache Medaillengewinnerin in ihrer Altersklasse, darunter im 200- und 400-Meter Kraul-Bewerb: "Die rund 150 österreichischen SportlerInnen haben bewiesen, dass sich auch in der Alpenrepublik die Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz von Lesben und Schwulen verbessert. Und das, obwohl die Gesetzeslage von ÖVP und FPÖ weiterhin diskriminierend gehalten wird," sieht die offen lesbisch lebende Nationalratsabgeordnete der Grünen "dramatischen Nachholbedarf im Bereich der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Österreich".

Die Eurogames gingen mit einer beeindruckenden Bilanz zu Ende. Mehr als 5.500 SportlerInnen und Gäste aus 26 Ländern in mehr als 30 Sportarten haben teilgenommen. Darunter neben NRAbg. Lunacek so bekannte Persönlichkeiten wie Schauspielerin und "Tatort"-Komissarin Ulrike Folkerts. Und als Moderator der Eröffnungsveranstaltung am 29.7. Mark Tewksbury, mittlerweile offen schwul lebender kanadischer Goldmedaillengewinner im Schwimmen bei der Olympiade in Barcelona 1992.

Auch die Bilanz der ÖsterreicherInnen kann sich sehen lassen. Allein die SchwimmerInnen gewannen 18 Einzel- und 6 Staffelmedaillen. Zwei Tänzerinnen-Paare gewannen je eine Medaille. Eine Silber-Medaille ging an das Aufschlag-Volleyballteam, eine Bronze-Medaille an einen österreichischen Triathleten und mehrere Medaillen an einen Aufschlag-Tischtennisspieler. Aufschlag ist übrigens der größte österreichische Sportverein für Lesben und Schwule. Ihm gehören auch die SchwimmerInnen an.

"Die Eurogames in München haben am historischen Olympiagelände von 1972 stattgefunden. Das bedeutet sowohl die Erinnerung an die 7 Goldmedaillen eines Mark Spitz, aber auch an das schreckliche Attentat gegen das israelische Team," erinnert Lunacek. "Die Eurogames haben die Möglichkeit geboten, mit einem sportlichen und gesellschaftlichen Ereignis, das vor 32 Jahren noch nicht möglich gewesen wäre, einen positiven zukunftsweisenden Schritt zu setzen," schließt Lunacek, Mitglied im Sportausschuss des Nationalrates.

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