LH Haider und VK Gorbach forcieren Infrastruktur- und Forschungsprojekte für "Zukunftsland" Kärnten

LH Haider kündigt Alternativlösung für Nadelöhr Mallnitzer Tunnel an - VK Gorbach bekräftigt Bekenntnis zur Koralmbahn

Klagenfurt (LPD) - Die Standortvorteile Kärntens durch wichtige Infrastruktur- und Forschungsprojekte strichen heute, Samstag, der Minister für Verkehr und Innovation, Vizekanzler Hubert Gorbach, und Landeshauptmann Jörg Haider bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Klagenfurt hervor. Der Vizekanzler wiederholte dabei sein "klares Bekenntnis" zur forcierten Fertigstellung der Koralmbahn und der Landeshauptmann kündigte eine Alternativlösung für das "Nadelöhr" Mallnitzer Tunnel auf der Tauernstrecke an.

Kärnten sei ein "prosperierendes und wirtschaftspolitisch wichtiges Zukunftsland", betonte Gorbach. Daher wolle er hier Projekte aus den Bereichen Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung vorantreiben. Vordringliches Bauprojekt bleibe in diesem Sinne auch die im Generalverkehrsplan verankerte Koralmbahn. 1,2 von vier Milliarden Euro sind laut dem Vizekanzler dafür bereits übertragen, 600 Millionen Euro sind bereits verbaut. Um das Ziel Fertigstellung im Jahr 2016 zu erreichen, will er eine "Task Force" einrichten, die das Projekt begleiten und mögliche Schwierigkeiten sofort aufzeigen solle.

Für den Landeshauptmann ist es wichtig, die Finanzierung des gesamten Koralmbahnbaus "unter Dach und Fach zu bringen". So könne man bereits bis zu zehn Jahre vor Fertigstellung des Korridor V. der EU eine wichtige Alternativstrecke anbieten. Besonders im "dynamischen" oberitalienischen Wirtschaftsraum bestünde dafür große Nachfrage. Mit der zweigleisigen Tauernstrecke könne dann über Österreich neben einer Güterverbindung nach Südosteuropa auch eine von Italien nach Süddeutschland verlaufen.

Für die Tauernstrecke kündigte Haider außerdem eine Alternativlösung beim "Nadelöhr" Mallnitzer Tunnel an, der in hoher Frequenz von Güter- und Autoreisezügen durchfahren wird. Mit der Bundesregierung sowie der Salzburger Landesregierung wolle man nun Gespräche über einen entlastenden Straßentunnel zwischen Gastein und Mallnitz führen. Dadurch sollen mehr Kapazitäten für den Güterverkehr auf der Schiene frei werden.

Gorbach kündigte weiters verstärkte Investitionen in den Lärmschutz bei Straße und Schiene sowie in die Verkehrssicherheit an. In diesem Zusammenhang verwies er auf die aktuelle Unfallstatistik, die zeige, dass "die Richtung stimmt". So habe es in Österreich im ersten Halbjahr 2004 431 Verkehrstote gegeben, im Vergleichzeitraum des Vorjahres seien es noch 520 gewesen. Bis 2010 solle die Anzahl der Verkehrstoten halbiert werden, Unfälle mit Personenschäden sollen um zwanzig Prozent verringert werden, nannte der Verkehrsminister als Ziel.

Ebenfalls Thema des Pressegespräches am Samstag waren die gemeinsamen Wirtschaftsmissionen des Vizekanzlers und des Landeshauptmannes nach u.a. Serbien, Libyen oder in den Iran. Gorbach erwartet sich durch "die Türen, die dabei geöffnet wurden" auch gute Aufträge für Kärntner Unternehmen. Mit dem Iran stehe man beispielsweise über ein Verkehrstelematikprojekt in Verhandlung, das der Autobahnerhalter Asfinag umsetzen könne. In diesem Zusammenhang bekräftigte Gorbach abermals seine Zusage, dass Kärnten Standort der "ASFINAG Betriebsgesellschaft Süd" werde.
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