ARBÖ: "Stau bis zum Horziont" - Reisewelle strebt Höhepunkt zu

6 Stunden Wartezeit vor Tauerntunnel und 4 Stunden in Nickelsdorf

Wien (ARBÖ) - "Stau bis zum Horizont" unter dieses Motto kann man den heutigen Reisesamstag stellen. Kilometerlange Staus und stundelange Verzögerungen auf den Transitrouten und an den Grenzen standen bereits seit den Nachtstunden auf der Tagesordnung, berichteten die Verkehrexperten des ARBÖ.

Die längsten Staus wurden von der A10, Tauernautobahn gemeldet. Brennpunkt war wieder einmal das Nordportal des Tauerntunnels. Bereits seit gestern abend 18 Uhr war der Andrang der vorwiegend deutschen Reisenden so stark, dass der Verkehr nur mehr blockweise durch den Tunnel geschleust wurde. Gegen 11 Uhr reichte der Stau rund 24 Kilometer bis nach Bischofshofen zurücke. "Das entspricht einer Anfahrtszeit von rund 6 Stunden", erläutert Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst. Fahrzeug ohne Anhänger konnte über die B99, Katschberg Bundesstraße, sowie die B107, Großglockner Bundesstraße ausweichen. Von beiden Strecken wurde gegen 11 Uhr zwar reges Verkehraufkommen, aber keine längeren Verzögerungen gemeldet. Gespannfahrer konnten über die ÖBB-Tauernschleuse zwischen Böckstein und Mallnitz und die B108, Felbertauern Bundesstraße, ausweichen. Auf der B108, meldeten die Verkehrsreporter allerdings rund 3 Kilometer Stau vor der Stadteinfahrt Liezen. "Der Urlauberrückreise hat auf der Tauernautobahn ebenfalls bereits eingesetzt. Vor dem Katschbertunnel kommt es in Richtung Salzburg zu Blockabfertigung und mehreren Kilometer Stau", so Thomas Haider weiter.

Blockabfertigung und Stau wurden ebenfalls in Tirol vor dem Grenztunnel Vils/Füssen auf der B179, Fernpass Bundesstraße, in Richtung Norden gemeldet. Der "Hot-Spot" war allerdings die Baustelle bei Innsbruck-Süd auf der A13, Brennerautobahn. Der Stau in Richtung "Bella Italia" reichte am Vormittag rund 12 Kilometer auf die A12, Inntalautobahn, bis zur Ausfahrt Hall/Mitte zurück. Die Verkehrsituation hatte sich gegen Mittag allerdings gebessert und die Staus hatten sich weitgehend aufgelöst, berichtet der ARBÖ.

In der Steiermark staute sich die Verkehrslawine in Richtung Süden vor allem auf der A9, Pyhrnautobahn. Vor dem Plabutschtunnel in Graz wurde der Verkehr gegen 11 Uhr ebenfalls nur mehr blockweise abgefertigt. Auf den Ausweichstrecken durch das Grazer Stadtgebiet kam es ebenfalls zu erheblichen Verzögerungen. Die zweite Barriere auf dem Weg in Richtungen Mittelmeer bot sich den Autofahrer mit dem Grenzübergang Spielfeld. Auf dem Autobahngrenzübergang mussten sich die Reisenden bei der Ausreise bis zu einer Stunde in Geduld üben.

Auch in Wien mussten sich die Autofahrer mit Stau auf der A23, Südosttangente, abfinden. In Richtung Kagran sorgte die Urlauberreiseverkehr für einen rund 12 Kilometer vom Knoten Prater bis zum Laabergtunnel zurück. Der rege Ausflugsverkehr ins Grüne und Richtung Shopping-City-Süd sorgte auch für erhebliche Probleme in Richtung Süden. Gegen 11:30 Uhr gab es nach Angaben des ARBÖ rund 5 Kilometer zähen Verkehr zwischen dem Laabergtunnel und dem Knoten Inzersdorf.

Stundenlange Grenzwartezeiten an den Grenze nach Osten=

Neben den Transitstrecken in Westösterreich wurden die Urlaubsreisenden auch an den Grenzstellen auf eine harte Geduldprobe gestellt. Vor allem an den Grenzen in Richtung Ungarn mussten die Autofahrer mit stundenlangen Wartezeiten rechnen. Spitzenreiter war nach Erhebungen des ARBÖ die Grenzstelle Nickelsdorf mit 4 Stunden Wartezeit. Rund 2 Stunden in Richtung Osten meldeten die Grenzgendarmen in Heiligenkreuz. Eine Stunde Geduld mussten Reisenden an der Grenze in Klingenbach einkalkulieren. "Wir raten den Autofahrer auf die kleineren Grenzübergänge, wie Pamhagen, Deutschkreutz oder Schachendorf auszweichen. Hier liegen die Wartezeiten derzeit noch um oder unter 30 Minuten", so Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst

Auch im benachbarten Ausland kilometerlange Staus=

Nicht nur in Österreich wurden von den Transitrouten Staus und erhebliche Verzögerungen gemeldet. Auch im benachbarten Bayern war die Staus zum Teil erheblich. Auf der A8, Verbindung München-Salzburg, und A99, Umfahrung München, stand die Urlauberkarawanne in Richtung Salzburg rund 35 Kilometer still. In Richtung bayrische Metropole mussten sich die Autofahrer zwischen Frasdorf und Knoten Inntal auf rund 15 Kilometer mit einem Weiterkommen im Schritttempo "begnügen".

In Südtirol war die A22, Brennerautobahn, Staustrecke Nummer 1. Sowohl vor der Maustelle Sterzing als auch zw. Klausen und Bozen wurden mehrere Kilometer Stau in Richtung Süden gemeldet. "Der Reiseverkehr dürfte heute seinen Höhepunkt erreicht haben. Mit einer spürbaren Entspannung rechnen wir allerdings erst in den späten Nachmittagstunden", zieht Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst ein erstes Resümee.

(Forts. mögl.)

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