Heinisch-Hosek: Ratzinger-Papier zu Frauen ist "Laienpapier eines alten Mannes"

Wien (SK) "Sehr betroffen" vom Inhalt des von Kardinal
Ratzinger verfassten Schreibens an die katholischen Bischöfe über die "Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und der Welt" zeigt sich SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. "Das, was bisher aus dem Schreiben bekannt ist, kann ich leider nur als Laienpapier eines alten Mannes bezeichnen. Ich denke, dass sich die große Mehrheit der Frauen und Männer in der Kirche und der Welt nicht mit dieser Ansammlung von Klischees identifizieren kann", so Heinisch-Hosek Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Frauensprecherin betonte, dass sie das Papier, das heute vom Vatikan veröffentlicht wird, noch genau studieren werde. Beim jetzigen Wissensstand müsse festgestellt werden, dass hier lediglich mit Klischees gearbeitet werde, die ein völlig an der Realität vorbeigehendes Bild der Frau erzeugen. Neben der zu kritisierenden Rollenzuschreibung - "Frauen werden auf die Mutter-bzw. Jungfrauenrolle reduziert, während von Männern als Väter keine Rede ist" - werde auch dem Anliegen vieler Frauen, Priesterinnen werden zu wollen, eine Absage erteilt. Zudem werde vor der "Gefahr Homosexualität" und damit vor einer Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Beziehungen gewarnt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses laienhafte, abgehobene Papier, das bar jeglichen Realitätssinns ist und an der Lebenssituation der Frauen völlig vorbeigeht, bei der Mehrheit der katholischen Weltbevölkerung Zustimmung findet", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) cs

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