Gorbach: Unfall - Halbjahresstatistik macht Mut, dennoch bleibt viel zu tun

Erhöhung der Verkehrssicherheit bleibt Schwerpunkt von Gorbachs Verkehrspolitik

Wien (OTS) - "Wir sind in unserer Verkehrssicherheitsarbeit auf
dem richtigen Weg und in die richtige Richtung unterwegs. Im Gegensatz zum Tempo auf den Straßen wünsche ich mir bei der Reduktion der Anzahl der Todesopfer aber noch eine Geschwindigkeitserhöhung", kommentierte Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach die Verkehrsunfallbilanz erstes Halbjahr 2004. So gab es im ersten Halbjahr deutlich weniger Verkehrstote. Von Jänner bis Juli sind heuer 431 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen gestorben. Das sind deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2003 -damals gab es 520 Verkehrstote. In fast allen Unfall- und Fahrzeugbereichen gibt es demnach Rückgänge. So wurden heuer bisher 57 Motorradfahrer getötet, um 12 weniger. Die Zahl der getöteten Mopedlenker hat sich sogar halbiert (auf 15). Ziel von Gorbach ist es, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren und die Unfälle mit Personenschaden um 20 % zu reduzieren. "Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu wollen muss noch viel getan werden. Die Richtung stimmt, aber das Tempo muss erhöht werden", so Gorbach.

"Mit dem Mehrphasenführerschein, der Einführung von Drogentests, der section control, den Maßnahmen zur Baustellensicherheit, der konsequenten Verbesserung der Tunnelsicherheit oder zuletzt mit der Einführung der Warnwesten haben wir schon viele Schritte gesetzt, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen. Trotzdem ist jeder einzelne Verkehrstote einer zuviel", so Gorbach.

"Im Spätherbst werden wir flächendeckend eine Verkehrssicherheitskampagne mit eindringlichen TV-Spots zu den Themenschwerpunkten Alkohol am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit starten. Weiters arbeiten wir intensiv an einem Modell für das Vormerksystem", erklärte der Verkehrsminister.

Die Erhöhung der Strafrahmen sei für ihn "das letzte Mittel und nur dort sinnvoll, wo es die Menschen nachvollziehen und verstehen können", so Gorbach. Die bestehenden Strafrahmen würden derzeit nicht annähernd ausgenutzt. So würde in Österreich bei einem bestehenden Strafrahmen für überhöhte Geschwindigkeit von 21 bis 726 Euro eine Übertretung von 20 km/h im Schnitt mit nur 28 Euro bestraft, wohingegen in den skandinavischen Ländern für dieselbe Übertretung bis zu 400 Euro zu zahlen sind.

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