Megastress bedeutet die Urlaubszeit für die Angestellten der LKH's.

LAbg. Prettner: Wir brauchen eine Entlastung der Ärztinnen und Ärzte sowie des Pflegepersonals, statt einer falschen Reform der Bundesregierung

Klagenfurt (SP-KTN) - Dringend Maßnahmen zur Entlastung von Ärztinnen und Ärzten sowie der Schwestern und des Pflegepersonals, statt einer falschen Reform der Bundesregierung, fordert die Gesundheitssprecherin im Kärntner Landtag, LAbg. Beate Prettner. "Die Überlastung der Angestellten in den LKH's ist bereits massiv. Das zieht sich von den Pflegerinnen und Pflegern über alle Bereiche. Bis hinauf zu den Ärztinnen und Ärzten sind viel betroffen", betont Prettner und ergänzt: "Burn out, hohe Scheidungsraten und Suchtprobleme sind leider immer häufiger die Folge der hoffnungslosen Überlastung." Viele hätten fast täglich Schmerzen - im Rücken, im Kopf oder auch im Magen-Darm-Trakt

Besonders während der allgemeinen Urlaubszeit steige der Druck noch weiter, so Prettner. "Wegen der Abwesenheit vieler KollegInnen müssen die Anwesenden doppelt arbeiten. Wenn zusätzlich einem/einer Mitarbeiter(in) etwas Unvorhergesehenes zustößt, wird die Dienstbesetzung zum ‚Akrobatenstück' und die MitarbeiterInnen werden an die Grenzen der Belastbarkeit getrieben. Das gesamte Personal im Krankenhausbereich muss bereits sehr knapp kalkuliert werden", kritisiert die SP-Abgeordnete und fordert von Gesundheitsministern Rauch-Kallat (ÖVP) Lösungen für diese Problematik, statt "unqualifizierter Aussagen" zum Gesundheitsbereich und "unreifer parteipolitisch motivierter" Scheinreformen.

Prettner sparte auch nicht mit Kritik an Finanzreferent Karl Pfeifenberger (FPÖ). "Die Ankündigung Pfeifenbergers, das Budget für Gesundheit und Soziales einfrieren zu wollen, ist ein Wahnsinn", so Prettner, die sich sicher ist, dass das Einfrieren im Gesundheitsbereich auf dem Rücken der LKH Angestellten ausgetragen werden würde. Das würde die Situation nicht entschärfen sondern verschlimmern. Prettner: "Dass ein Einfrieren der Ausgaben im Sozialbereich real auch nicht möglich ist, sollte Pfeifenberger mittlerweile ebenfalls gelernt haben. Es würde nämlich im Sozialbereich zur Streichung von wichtigen und dringend benötigten Leistungen für die Kärntnerinnen und Kärntner kommen."

Prettner betonte, dass die SPÖ ohne Zweifel bereit sei zu sparen. "Aber wir können Sparmaßnahmen nur dann mittragen, wenn diese nicht -wie von Pfeifenberger gefordert - auf dem Rücken der Schwächsten in unserem Bundesland realisiert werden." (Schluss)

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