AKS: Sexuelle Belästigung durch LehrerInnen muss gerichtlich verfolgbar sein!

Genderbeauftragte an jeder Schule würden Situation verbessern

Wien (SK) "Dass dieser Lehrer eventuell straffrei davon kommt, ist eine Frechheit", so kommentiert die Bundesvorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen), Kim Kadlec, die jüngsten Entwicklungen im Fall Oberwart. Die Schülervertreterin forderte Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ vehement Taten durch den Gesetzgeber: "Gegen sexuelle Belästigung muss es unbedingt ausreichende Schutzbestimmungen geben!" ****

Doch auch der so genannte "Alltags-Sexismus" stelle laut Kadlec ein Problem dar. So habe an einer oberösterreichischen Schule ein Lehrer seine SchülerInnen mit folgender Aussage konfrontiert: "Wenn ein Mann eine treue Frau haben will, dann muss er ihr einfach zwei blaue Augen schlagen." Erschreckend sei außerdem, wie lange es braucht, bis Fälle von sexueller Belästigung bekannt würden. Die Videokameras in Oberwart wurden das erste Mal bereits im Frühjahr entdeckt. Dass man erst jetzt gehandelt hat, "belegt die unhaltbaren Zustände in diesem Bereich", so Kadlec.

Um hier schneller einschreiten zu können, fordert die AKS erstens eine geschlechtsspezifische Ausbildung von LehrerInnen und zweitens Genderbeauftragte an jeder Schule, die als Ansprechpersonen fungieren und im Ernstfall auch einschreiten können. "Dies wäre ein enormer Fortschritt und würde zur Verminderung von sexueller Belästigung an Schulen einiges beitragen", schließt Kadlec. (Schluss) cs/mm

Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142

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