FP-Barnet: Bernardis-Diskussion wird makabres Schauspiel

Historische Ereignisse eignen sich nicht für tagespolitisches Kleingeld

Wien, 2004-07-29 (fpd) - Als "makabres Schauspiel" bezeichnete heute der Freiheitliche Wiener Landtagsabgeordnete Günther Barnet die Fortsetzung der Diskussion um die Benennung eines Objektes nach ObstdG Robert Bernardis. ****

"SPÖ und GRÜNE irren, wenn sie glauben, aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte politisches Kleingeld schlagen zu können", so Barnet wörtlich. Die historischen Ereignisse rund um das Verhalten von Wehrmachtsoffizieren - mögen diese Bernardis oder Nowotny heißen - und deren individueller Entscheidung, in welcher Form sie sich gegen ein verbrecherisches Regime stellen oder das tun, was sie aus ihrem damaligen Verständnis für ihre Pflicht hielten - ist völlig ungeeignet, daraus Ableitungen für die Tagespolitik zu treffen.

Wenn man tatsächlich etwas aus der Geschichte für die Politik der Gegenwart lernen kann, dann, dass es die Pflicht jedes Demokraten ist, Unrecht und Menschen verachtendem Handeln dort entgegen zu treten, wo es ihm heute begegnet. Und, dass man jenen, die dazu berufen sind notfalls auch mit Waffengewalt Friede und Freiheit wieder herzustellen bzw. zu sichern, den österreichischen Soldaten nämlich, die nötige politische Unterstützung zukommen lässt, die diese ethisch schwierige Frage dabei aufwirft und notwendig macht. Dazu gäbe es genügend Anlässe für die verantwortlichen Politiker der Stadt Wien tätig zu werden, erklärte Barnet, der die Unterstützung der SPÖ und der GRÜNEN dafür deutlich vermisst.

"Es gibt weltweit millionenfaches Elend aus Krieg und Vertreibung, etwa im Sudan, das es lohnen würde, tätig zu werden. Viele dieser Menschen kommen zu uns, weil wir ihnen vor Ort nicht helfen. Die Stadt Wien gibt für internationale Hilfeleistungen nicht ein Mal 0,01 Prozent ihres Jahresbudgets aus", erläuterte Barnet. Es sei daher höchste Zeit, dass sich Verantwortungsträger der SPÖ-Stadtregierung nicht darin gefallen, einerseits der "Spaßgesellschaft" und der "Eventkultur" zu huldigen bzw. andererseits den Moralapostel über die Geschichte des vorigen Jahrhunderts zu spielen.

Konkrete Taten für die Zukunft sind gefordert. Damit als Lehre aus der eigenen Geschichte, Menschen dort, wo sie heute tatsächlich in ihrem Leben bedroht sind, geholfen werden kann und Vertreibung und Völkermord ein Ende finden, schloss Barnet. (Schluß) nnnn

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