AKS: Oberwart nur "Spitze des Eisbergs"

Kündigung als Mittel gegen sexuelle Übergriffe zu wenig!

Wien (SK) "Das sind klare sexuelle Übergriffe gegenüber den Schülerinnen", so die Vorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen), Kim Kadlec, zu den Ereignissen an der HAK/HAS Oberwart, wo ein Lehrer eine Videokamera am WC der Schülerinnen installiert hatte. Kadlec fordert weitergehende Maßnahmen als nur die Kündigung des betreffenden Lehrers: "Dieses Thema darf nicht mehr länger tot geschwiegen werden. Besonders in der Schule nicht." ****

Kadlec befürchtet, dass nun versucht werde, das Thema möglichst schnell unter den Tisch zu kehren: "Wenn nicht endlich offen über diese Vorkommnisse diskutiert wird, wird sich nie etwas ändern und wir werden noch viele Fälle wie in Oberwart erleben". Hier spiele auch hinein, dass Mädchen und junge Frauen in der Schule kaum die Möglichkeit haben, das Thema Sexualität altersgerecht und geschlechtssensibel zu behandeln.

Bedenklich sei außerdem, dass dadurch das Vertrauen in die Schule generell zerstört sei: "Schule muss ein Raum sein, in dem die SchülerInnen angstfrei ihre Zeit verbringen können. So ist sie es jedoch nicht", zeigt sich Kadlec besorgt. Abschließend verweist die Schülervertreterin auf den Umstand, dass der Lehrer seine Taten mit der Suche nach Drogen rechtfertigt und stellt generell klar: "Die Überwachung von Menschen ist niemals zu ihrem Schutz, sondern immer zu deren Kontrolle." (Schluss) ns/mp

Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408200

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001