VP-Klucsarits zu Sima-Forderungen: Man kann nicht alle Hundbesitzer über einen Leisten scheren

Simas seltsamer verbaler Ausrutscher: Kinder mit Hunden verglichen

Wien (VP-Klub): "Mit ihrer Aussage, einen Führerschein für die Wiener Hundebesitzer einzuführen, fühle ich mich in die Anfangszeiten von Isabella Kossina zurückversetzt, die ebenfalls gleich am Anfang verbale Verfehlungen produziert hat", meinte heute ÖVP-Umweltsprecher LAbg. Rudolf Klucsarits zu den Vorschlägen der frischgebackenen Sp-Umweltstadträtin Ulli Sima. Es könne doch nicht ernstlich verlangt werden, dass alle ältern Hundebesitzer mit einem Schoßhund zu einer Schulung einberufen werden. "Da verärgert man nur die Bürger und der Sicherheit ist auch nicht gedient", so Klucsarits. Die Volkspartei habe schon vor einiger Zeit einen Antrag eingebracht, dass nur die Besitzer von als gefährlich geltenden Hunden einen solchen Führerschein verpflichtend erwerben müssen, was zweifellos die realistischere Variante darstelle.

Eine verstärkte Überwachung der Hundehaltebestimmung sei sicherlich ein richtiger Ansatz, aber die Volkspartei frage sich, wer diese Aufgabe übernehmen soll. Nachdem die Polizei, so Klucsarits, andere Aufgaben zu erledigen habe, hat die Volkspartei schon vor längerer Zeit vorgeschlagen, eine Stadtpolizei zu schaffen, die unter anderem diese Aufgabe wahrnehmen könnte. Die SPÖ hat diesen Vorschlag aber abgelehnt. "Wir sind schon gespannt, wie die neue Stadträtin ihre Aktion scharf bei den Hundebesitzern durchführen will", so Klucsarits weiter.

"Unter Bedachtnahme der Tatsache, dass sie selbst bei den Verhandlungen zum neuen bundeseinheitlichen Tierschutzgesetz federführend dabei war, wundert es mich, dass sie nicht erwähnt, dass die Übergangsfrist für das Chippen auf 2006 ausgedehnt ist", so Klucsarits. Als Fachfrau auf diesem Gebiet hätte er erwartet, sie würde mit ihren in einem großen Magazin gegebenen Interview endlich zu einer Klärung in dieser Frage beitragen. Das Gegenteil sei aber der Fall. Vollends den Bürger vor den Kopf gestoßen habe sie aber in diesem Interview mit der Aussage, man müsse den Hundeführerschein auch unter dem Gesichtspunkt sehen, dass "es ja auch keinen Kinderführerschein gibt". Offen bleibt bei dieser Aussage, ob man sie als kinderfeindlichen Ausfall oder als verbale Entgleisung werten soll.

"Als VP-Abgeordneter, dem die Zukunft der Umwelt am Herzen liegt, hoffe ich, dass das Einstandsinterview der neuen Umweltstadträtin insgesamt ein einmaliger Ausrutscher war und keine Bekräftigung unserer Furcht, dass die neue Stadträtin eins zu eins in die Fußstapfen der soeben ausgewechselten ehemaligen Umweltstadträtin tritt", so Klucsarits. Es soll nämlich nicht sein, dass wir uns nach zwei Stadträten wieder nach den Zeiten von Stadtrat Svihalek sehnen.

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