"Spurlos" am 30. Juli im ORF: Auf Sommerfrische verschwunden

Resetarits auf der Suche nach drei abgängigen Personen

Wien (OTS) - Folge Nummer sechs von "Spurlos" macht sich auf die Suche nach einem seit September 1997 auf Spätsommerfrische verschwundenen Pensionisten, einem Salzburger Künstler mit Hang zu Extremen und einem polnischen Studenten, zuletzt gesehen im Park Carnuntum - "Spurlos" am Freitag, dem 30. Juli 2004, um 21.20 Uhr in ORF 2. Mit "Tat-Sachen" meldet sich Peter Resetarits am Dienstag, dem 3. August im ORF. Auf einen weiteren "Schauplatz Gericht" begibt sich der ORF-Journalist am Freitag, dem 13. August.

Auf Sommerfrische wie vom Erdboden verschluckt

Seit dem 25. September 1997, ca. 11.15 Uhr, ist der damals 82-jährige Wiener Pensionist Robert Frank, nach einem Spaziergang in seinem Kärntner Urlaubsdomizil, abgängig und somit "wie vom Erdboden verschluckt". Herr Frank war im September 1997 gemeinsam mit seiner Gattin Aloisia Frank im Gasthaus Raunig am Kraigerberg nahe St. Veit an der Glan auf "Spätsommerfrische". Am 25. September entfernt sich Frank etwa 200 bis 300 Meter vom Quartier und geht zu einer Bank, die - in Sicht- und Rufweite des Gasthofs - am Rand eines Waldstücks steht. Seit diesem Zeitpunkt ist er verschwunden. Die Nachforschungen entwickelten sich zur größten Suchaktion, die jemals in Kärnten gestartet wurde. Ohne Erfolg.

Salzburger Künstler: Freitod auf dem Untersberg?

Der Salzburger Künstler Klaus Reif verschwand am 16. November 1994 nach einem Lokalbesuch: Gegen 3.00 Uhr hat er das Lokal verlassen und ist nicht mehr aufgetaucht. Die Spekulationen über sein Schicksal reichen vom Freitod auf dem Untersberg bis zum spurlosen Untertauchen auf anderen Kontinenten. Die Möglichkeiten einzuschränken, ist in diesem Fall extrem schwer: Klaus Reif war als "Künstlerpersönlichkeit" bekannt, als Mensch mit leidenschaftlichem Hang zu Extremen, zu abrupten Stimmungsschwankungen, nicht zuletzt aber auch als Mensch von hoher Sensibilität und außergewöhnlicher Wahrnehmungsfähigkeit.

Polnischer Student bei Ausgrabungen in Kärnten verschollen

Piotr Wojcik, geboren am 17. Mai 1979 in Rabka in Polen, ist Student der Jagiellonen-Universität in Krakau und polnischer Staatsbürger. Er hat im Sommer 2002 als Volontär an Grabungen im Archäologischen Park Carnuntum (APC) teilgenommen. Seit dem 3. Juli 2002 fehlt von ihm jede Spur. Wojcik wird als auffallend zurückhaltend, einzelgängerisch, und "sehr brav" beschrieben. Er war einer von etwa 20 Studenten, die Jahr für Jahr bei den laufenden Ausgrabungen mitarbeiten. Ein Anrainer aus Carnuntum hat am Tag seines Verschwindens eine Beobachtung gemacht: Der Mann hat am 3. Juli 2002 zwischen 17.00 und 17.30 Uhr am hinteren Ausgang des APC drei junge Männer beobachtet, die ihm entgegengekommen sind: Beim Mittleren soll bzw. kann es sich um Wojcik gehandelt haben. Dieser soll von den anderen beiden - "finsteren Typen" - möglicherweise bedroht worden sein. Jedenfalls schien er sich vor den beiden zu fürchten.

"Tat-Sachen" und "Schauplatz Gericht" im August

Nicht Verschwundenen, sondern Mördern ist Peter Resetarits in der dritten Folge der Kriminalserie "Tat-Sachen" am Dienstag, dem 3. August, um 21.05 Uhr in ORF 2 auf der Spur. Er zeigt wieder drei tatsächliche Verbrechen und deren Hintergründe. So wird zum Beispiel der Mord eines zunächst als vermisst geltenden Mannes dokumentiert. Erst als die Polizei nach zahlreichen Recherchen auf das düstere Geheimnis seiner Mörder stößt, wird auch die Leiche des Mannes gefunden. Außerdem beleuchtet Peter Resetarits die Hintergründe des 1973 zu trauriger Berühmtheit gelangten legendären Falles Dostal. Das "Tat-Sachen"-Team hat für seine Recherchen mit damals ermittelnden Beamten ebenso gesprochen wie mit Bekannten der Familie Dostal und Zeugen der spektakulären Verfolgungsjagd nach dem mutmaßlichen Mörder Dostal.

In "Schauplatz Gericht" am Freitag, dem 13. August, um 21.20 Uhr in ORF 2 bilanziert Peter Resetarits besonders spannende Fälle, über die bereits berichtet, aber die seinerzeit noch nicht rechtskräftig entschieden wurden. Darunter befinden sich auch Prozesse, deren Urteile wieder aufgehoben wurden.

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