ORF-Strobl: Politik al la Morak gefährdet langfristig den ORF

Morak sieht 200 Mio. Euro-Werbeabfluss tatenlos zu

OTS (Wien) Als "nahezu unerträglich einseitig" bezeichnet der Grüne ORF-Stiftungsrat Pius Strobl die Aussagen von Medienstaatssekretär Morak im heutigen APA-Interview. "Es ist bezeichnend, dass der angeblich liberale Kunst-, Kultur- und Medienstaatssekretär im Zusammenhang mit der Komm-Austria-Gesetzgebung von einer ‚Überwachung des ORF’ spricht. Hier offenbart sich eine Gesinnung, die bereits demokratiepolitisch gefährliche Züge annimmt", so Strobl, der darauf verweist, dass polizeistaatsähnliche Überwachungsmethoden von der EU im Zusammenhang mit Medien dezidiert abgelehnt werden. Europaweit werde - im Gegensatz dazu - auf den Dialog und Ausgleich der Interessen gesetzt.

"Morak brüstet sich sogar noch damit, seit 2001 mit dieser schwarz-blauen Regierung alles getan zu haben, um den ORF zu schwächen", so Strobl und weiter: "Für die Grünen ist ein starker und unabhängiger ORF unverzichtbar, das heißt auch, dass wir ein wirtschaftlich gesundes und marktfähiges Unternehmen wollen."

Würde Morak seinen Job ernst nehmen, dann würde er längst Verbündete auf EU-Ebene suchen, um den Geldabfluss von rd. 200 Millionen Euro pro Jahr durch die Einstrahlung deutscher Werbefenster z.B. steuerliche Maßnahmen entgegen zu setzen. "200 Millionen Euro, die dringend erforderlich wären, um den privaten Print- und elektronischen Medien in Österreich eine bessere Basis zu geben und die Medienvielfalt zu sichern. Es reicht nicht, dem ORF Geld wegzunehmen, und dann zuzusehen, wie es nach Deutschland verschwindet", schließt Strobl.

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